Nach dem 0:0 in Leipzig

Tedesco rechtfertigt Schalker Anti-Fußball: "Komplett an den Plan gehalten!"

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In einer Hinsicht waren sich die meisten einig. „Wir haben keinen Schönheitspreis gewonnen, aber das war auch nicht unser Hauptanliegen“, räumte Christian Heidel, der Sportvorstand von Schalke 04 nach dem mühsamen 0:0 bei RB Leipzig ein. Wäre einer ausgeschrieben worden, wären die Knappen auch nicht in die engere Auswahl dafür gekommen.

Leipzig - Einsatz war der Mannschaft von Cheftrainer Domenico Tedesco zwar nicht abzusprechen, dafür allerdings jegliche Bemühung, spielerisch Akzente zu setzen. Stattdessen operierten die Königsblauen bei Balleroberung größtenteils mit langen Bällen. 

Heraus sprang eine Fehlpassquote von 44 Prozent. Ex-Profi Dietmar Hamann polterte in seiner Funktion als Experte für den Bezahlsender „Sky“: „Das war Fußball zum Abgewöhnen. Die Leipziger waren schlecht, die Schalker grauenvoll.“ 

Gänzlich unrecht hatte er damit tatsächlich nicht. Aber das sei genau das gewesen, was sich die Schalker für das Duell bei den Bullen auf die Fahne geschrieben hatten. 

Wenn man gegen Leipzig anders spielt, verliert man

„Die Mannschaft hat sich komplett an den Plan gehalten“, erklärte Tedesco und verwies auf das Gastspiel in Leipzig in der Vorsaison, das die Knappen mit 1:3 verloren hatten: „Da wollten wir Fußball zaubern und haben direkt zwei Glocken bekommen. Die Leipziger sind im Umschalten brutal. Anders kannst du hier kaum spielen – außer du heißt Bayern München. Wenn man gegen Leipzig anders spielt, verliert man.“ 

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Als Vize-Meister sollte man zwar in der Tat andere Ansprüche haben als destruktiven Fußball zu zeigen, aber den Schalkern ist dies aufgrund der aktuellen Situation herzlich egal. Die Devise lautet: Es müssen Punkte her nach dem verkorksten Saisonstart mit fünf Pleiten aus den ersten fünf Begegnungen.

Zwei Änderungen in der Schalker Startelf

Bei RB versuchte es Tedesco mit einer ähnlichen Ausrichtung wie beim 0:0 in der Champions League bei Galatasaray Istanbul, allerdings mitlfzwei Änderungen in der Startelf: Nabil Bentaleb ersetzte Sebastian Rudy, der wegen eines grippalen Infekts aussetzte, und Weston McKennie rückte für Yevhen Konoplyanka in die erste Elf. 

Mit Fußball hatten die 90 Minuten in Leipzig jedoch nicht sonderlich viel zu tun. Die Schalker taten nicht sonderlich viel für die Offensive. Und wenn sie dort doch mal in Erscheinung traten, dann wenig erfolgreich: Ein Versuch von Matija Nastasic wurde abgeblockt (28.), ehe Breel Embolo den Ball nach einer Ecke völlig frei neben das Tor platzierte 29.). Eine Hundertprozentige, die ein guter Stürmer machen muss.

Mehr Alu-Treffer als Tore

Kurz nach der Pause traf McKennie die Latte (51.). Es war der sechste Alu-Treffer der Königsblauen in dieser Saison - die haben davon nun mehr als Tore (fünf). 

Das Positive: Schalkes Plan ging auf, RB hatte auch kaum Möglichkeiten. Die beste vergab Timo Werner knapp (21.). Glück für die Gäste gab hinzu, als Salif Sane auf der Linie klärte, nachdem Alexander Nübel nach einer Ecke an der Kugel vorbeigerauscht war. 

„Wenn man bedenkt, dass beide Mannschaften unter der Woche noch international im Einsatz waren, war es ein 0:0 der besseren Sorte“, meinte RB-Coach Ralf Rangnick. Diese Meinung hatte er jedoch ziemlich exklusiv.

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Quelle: wa.de

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