Sportvorstand erläutert Planungen

"Wir spielen nicht verrückt": So erklären Heidel und Tönnies Schalkes Transfer-Politik

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Sportvorstand Christian Heidel will noch mindestens einen Spieler für Schalke verpflichten.

Champions-League-Teilnehmer Schalke 04 wird teilweise für seine Transfers für die kommende Saison müde belächelt. Die Klub-Bosse erklären ihre Planungen.

Gelsenkirchen - Mark Uth? Kommt ablösefrei von der 1899 Hoffenheim. Steven Skrzybski? Hat Schalke 04 für 3,5 Millionen Euro von Union Berlin verpflichtet. Für Salif Sané überweist der Vize-Meister sieben Millionen an Hannover 96, für Junioren-Nationalspieler Suat Serdar elf Millionen an Mainz 05.

Die großen Kritiker mahnen: Es sind nicht unbedingt Transfers, mit denen sich Königsblau für die Königsklasse aufstellt. Uth und Sané dürften das nötige Format mitbringen, aber ein Zweitliga-Stürmer und ein 21 Jahre altes Juwel, das weiter geschliffen werden muss, um auf Champions-League-Niveau zu kommen?

Doch die Schalker lassen sich von solchen Tönen naturgemäß nicht beirren. „Wenn man einen Spieler aus der Zweiten Liga verpflichtet, gibt es eben auch kritische Stimmen“, sagt Sportvorstand Christian Heidel: „Die gab es bei Guido Burgstaller auch, dann hat er in der Rückrunde zwölf Pflichtspiel-Tore geschossen. Das tangiert uns daher wenig.“

Ein Kracher hilft nicht

Königsblau setzt primär auf die bereits begonnene Entwicklung, die längst nicht abgeschlossen sei, wie die Verantwortlichen betonen. „Den Leuten, die erwarten, dass wir den linken Mittelfeldspieler von Olympique Lyon für 55 Millionen verpflichten, müssen wir sagen: Sie kennen Schalke 04 nicht. Sie kennen unsere Möglichkeiten nicht“, erklärt Heidel: „Hier geht es Schritt für Schritt. Vielleicht kommen wir irgendwann in den Bereich, Transfers in einer größeren Größenordnung zu tätigen. Stand heute geht es nicht.“

Muss es auch nicht, wie Clemens Tönnies sagt, der als Aufsichtsratschef bestätigt wurde: „Ich glaube nicht, dass wir mit einem Kracher gleich alle Ziele erreichen. Wir tun besser daran, die Mannschaft, die wir haben und schon verstärkt haben, weiterzuentwickeln. Da ist das Trainer-Team gefordert.“ 

Und wozu dieses in um Chefcoach Domenico Tedesco in der Lage ist, hat es in der abgelaufenen Runde unter Beweis gestellt und Schalke von der grauen Maus zum Vize-Meister gemacht.

Gerüchte im Kovacic

Doch Königsblau muss sich nun eigentlich anders aufstellen, sich für die Dreifach-Belastung rüsten. Doch allzu groß soll der Kader nicht werden. Ob es für die Königsklasse reicht, die Mehreinnahmen von 50 Millionen Euro bringt, aber auch mit höheren Zahlungen etwa durch Prämien verbunden ist? „Natürlich“, betont Tönnies, „sind wir wettbewerbsfähig. Wir sind ja auch noch nicht fertig.“

Es ist kein Geheimnis, dass Schalke noch nach mindestens einem Spieler für das zentrale Mittelfeld fahndet, wo durch die Abschiede von Max Meyer und Leon Goretzka Bedarf herrscht. Zuletzt brachte die spanische Zeitung Marca Mateo Kovacic ins Spiel. Der 24-jährige Kroate ist bei Real Madrid oft nur Reservist, dürfte bei einem Marktwert von 30 Millionen Euro dennoch kein Schnäppchen sein – und wäre damit kein Transfer à la Schalke 04. Ein Leihgeschäft wäre wohl durchaus realistischer.

Schalker Transfer-Ticker: Gerüchte und News

„Es wird nichts Kurzfristiges passieren“, sagt Heidel zu den Planungen. Oder wird es doch den Griff in die Schatulle geben? Nein, „weil wir den nicht brauchen“, erklärt Tönnies: „Wir haben zwar hohe Ansprüche, aber wir wollen auch nicht verrückt spielen. Wir haben Verbindlichkeiten, die wir abbauen wollen. Und wir sind dabei, das Berger Feld einzigartig aufzubauen. Da haben wir Investitionen zu tätigen.“

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Quelle: wa.de

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