Schalke 04

"Nicht gut gelöst": Fährmann nimmt Gegentor auf seine Kappe und entschuldigt sich

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Keeper Ralf Fährmann nahm den zweiten Gegentreffer bei Schalkes Niederlage gegen Bayer Leverkusen auf seine Kappe.

Auf Schalke herrscht nach der Niederlage gegen Bayer Leverkusen weiterhin Frust. Ralf Fährmann nimmt den zweiten Gegentreffer auf seine Kappe.

Gelsenkirchen - Die Augenringe, die Domenico Tedesco selbst angesprochen hatte, hat der Trainer von Schalke 04 nicht erst seit Kurzem. Dennoch stehen sie in diesen Tagen so sinnbildlich wie wohl noch nie in seiner Amtszeit. „Ich bin logischerweise auch besorgt“, sagte er. Und dazu hat er auch allen Grund: Seine Königsblauen unterlagen Bayer Leverkusen in einem schwachen Duell der Enttäuschenden mit 1:2 (1:2).

„Wir erkennen die Situation – und das nicht erst seit heute“, sagte Tedesco. Und die heißt auf Schalke ganz klar Abstiegskampf. Der Vorsprung zum Relegationsplatz 16 beträgt gerade einmal einen Zähler.Dass die Fans nicht nur über diese Tabellensituation, sondern auch über die schwachen, uninspirierten Auftritte unzufrieden sind, demonstrierten sie nach dem Abpfiff mit gellenden Pfiffen.

„Sie sind zu Recht unzufrieden“, merkte Kapitän Ralf Fährmann an – der zu der großen Truppe gehörte, die vorzeitig Richtung Kabine marschierte. Was den Anhängern wenig gefiel. „In so einer Situation kann man nichts richtig machen“, erklärte er anschließend.

Charakter eines Freundschaftsspiels

Die Partie bot mit einer beeindruckenden Zeremonie und Choreografie anlässlich des Abschiedes vom Bergbau einen emotionalen Rahmen. Dazu die entsprechende Leistung zu bringen, „ist uns nicht gelungen“, räumte Tedesco rein. Stattdessen sahen die 61 548 Zuschauer in der Arena eine Begegnung, deren Niveau sinnbildlich eher unter statt über Tage lag. „In den ersten 20 Minuten hatte es den Charakter eines Freundschaftsspiels“, merkte Leverkusens Coach Heiko Herrlich an.

Danach wurde es vor allem für sein Team besser. Denn nach eher harmlosen Möglichkeiten der Königsblauen durch zwei Kopfbälle von Weston McKennie (11./21.), der mit Haji Wright das Sturm-Duo bildete, trat die Werkself plötzlich gefährlicher in Erscheinung – und zeigte, dass durchaus Potenzial in der Truppe steckt, sofern sie es denn abrufen möchte.

Die Bilder der Schalke-Niederlage gegen Bayer Leverkusen

So war Aleksandar Dragovic zum 0:1 zur Stelle (26.): Der Österreicher reagierte nach dem Pfostentreffer von Leon Bailey am schnellsten und staubte ab. Der Schiedsrichter-Assistent winkte zunächst Abseits, aber aus dem „Video-Keller“ in Köln kam der berechtigte Hinweis: gleiche Höhe.

So erklärt Fährmann seinen Patzer

Lucas Alario erhöhte, nachdem er sich aus der Drehung von der Deckung durch Matija Nastasic clever befreit hatte (35.). Auch Fährmann sah da nicht gut aus. „Das tut mir wahnsinnig leid. Ich habe da ein Handspiel gesehen. Diese Situation war nicht gut gelöst von mir“, sagte Fährmann. "Es tut mir wahnsinnig leid. Das ist nicht zu entschuldigen."

Bei den Schalkern half erst ein Standard: .Wright verlängerte den Kopfball-Aufsetzer von McKennie zum 1:2 (45.+1). Es war das erste Bundesliga-Tor für den 20-Jährigen. Und dazu noch eines zu einem psychologischen günstigen Faktor für die Knappen, die im zweiten Abschnitt etwas mehr Leidenschaft auf den Rasen brachten.

Steven Skrzybski verfehlte den langen Pfosten haarscharf (68.), ehe Yevhen Konoplyanka kläglich scheiterte (73.). Ein weiterer Wermutstropfen für Schalke: Amine Harit humpelte später durch die Katakomben und deutete an, sich eventuell wieder eine Verletzung am Oberschenkel zugezogen zu haben.

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Quelle: wa.de

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