Neuer Technischer Direktor

Mit Reschke in Schlüssel-Position: Schalke treibt die Modernisierung voran

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Sportvorstand Jochen Schneider (links) und Klib-Boss Clemens Tönnies strukturieren Schalke 04 um.

Nach dem erlösenden Ende der Saison stellt sich Schalke 04 weiterhin neu auf. Michael Reschke wird Technischer Direktor. Klub-Boss Clemens Tönnies spricht derweil über die Personalie Host Heldt.

Gelsenkirchen – Es war für alle Beteiligten eine große Erleichterung, dieses Kapitel endgültig schließen zu können. Denn das beste für Schalke an dieser Saison ist, dass sie endlich vorbei ist. Dass die Königsblauen die Meisterschaftsrunde mit einer leblosen Nummer gegen Stuttgart beendeten, passte da ins triste Bild, das die Knappen in den vergangenen Monaten abgeliefert hatten.

Doch für Schalke soll dieses Ende gleichzeitig ein Anfang sein. Die Krise als Chance nutzen, wie es so schön heißt. Ursachen-Forschung für den katastrophalen Absturz des Vize-Meisters wird längst betrieben. „Es muss nicht nur mit der Mannschaft etwas passieren. Hier muss von oben bis unten Struktur herein“, sagte Huub Stevens, nachdem seine kurzfristige Trainer-Mission beendet war. „Aber es wird ein langer Weg sein.“

Was Schalkes Jahrhundertcoach, der nun in den Aufsichtsrat zurückkehren wird, sagen will: Königsblau will und muss sich breiter aufstellen. Woran der neue Sportvorstand Jochen Schneider eifrig arbeitet. Eine Schlüsselposition hat er nun besetzt: Der Klub gab am Sonntag bekannt, dass Michael Reschke die auf Schalke neu geschaffene Position des Technischen Direktors übernehmen wird.

Tönnies: Keine Widerstände aus dem Aufsichtsrat

Der in Stuttgart als Sportvorstand gescheiterte 61-Jährige erhält einen Drei-Jahres-Vertrag – und die Aufgaben, die Scouting-Abteilung für den Profi-Bereich neu zu strukturieren und zudem als Kader-Planer zu fungieren. Schneider verweist dabei auf Reschkes „großes Fachwissen und Erfahrung – gerade im Bereich der Personal-Planung im Profi-Bereich“.

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Allerdings waren die Zweifel groß, warum einer auf Schalke helfen soll, der beim VfB kläglich gescheitert ist. Auch im Aufsichtsrat seien diese Bedenken vorhanden gewesen. Doch Clemens Tönnies verwies darauf, dass Reschke anders als in Stuttgart nicht in der ersten Reihe arbeiten und auftreten wird. Das sei klar so besprochen und auch von Reschke gewünscht, erklärte der Vorsitzende des Kontrollgremiums bei Sky: „Diese Frage war im Aufsichtsrat die wichtigste. Nachdem das dann klar war, gab es keine Widerstand gegen Reschke.“ Geht es nach den Schalker Verantwortlichen, soll Reschke an seine erfolgreiche Arbeit in München oder Leverkusen anknüpfen.

Heldt wohl nicht der favorisierte Sportdirektor

Dabei seien laut Tönnies nun die wichtigsten Personalen besetzt, um die Kader-Planungen für die kommende Saison voranzutreiben. Dass dahingehend einiges passieren muss, ist allen Beteiligten klar. Für Unruhe-Herde wie Amine Harit oder Nabil Bentaleb müssen Abnehmer gefunden werden, dazu gilt es, passende Verstärkungen zum Tabellen-14. zu locken. Schneider, Reschke und der neue Trainer David Wagner „sollen entscheiden, wer bleibt, wer in die Philosophie und wer charakterlich passt“, berichtete Tönnies: „Wir haben dafür ein sauberes Budget, mit dem alle zufrieden sind.“

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Noch nicht besetzt ist weiterhin die Position des Sportdirektors, zu dessen Aufgabengebiet auch öffentliche Auftritte gehören werden. Es halten sich Gerüchte, nach denen Horst Heldt in dieser Funktion zu den Königsblauen zurückkehren könnte. Der Klub-Boss stellte dabei klar: „Er ist nicht der Kandidat.“ Der 62-Jährige meinte aber auch: „Wir haben ihn mit auf dem Zettel, aber er ist nicht der favorisierte Mann.“

Wichtig sei, dass er zum neuen Team der sportlichen Leitung unter Schneider passe. Und dafür, ein „modernes Fußball-Unternehmen erfolgreich zu machen“, wie es Tönnies formulierte. Sprich: Schalke zeitgemäß aufzustellen, was in den vergangenen Jahren verpasst wurde. „Wir brauchen Personen, die neuzeitlich denken“, sagte Tönnies, der dabei nicht von einem Neuanfang sprechen würde. Eine neue Zeitrechnung auf Schalke ist es allerdings allemal.

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Quelle: wa.de

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