Start in die Rückrunde gegen Wolfsburg

Auf Schalke geht die Angst um

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Domenico Tedesco ist seit Sommer 2017 Trainer auf Schalke.

Schalke 04 geht nach Außen hin optimistisch in die zweite Bundesliga-Halbserie. Doch die Anspannung vor dem Rückrundenstart ist deutlich spürbar. Zumal die Personalsorgen nicht geringer werden.

Gelsenkirchen – Sie bemühen sich sichtlich um gute Stimmung. Betonen, dass sie den erfolgreichen Hinrunden-Abschluss mit in die zweite Saisonhälfte nehmen wollen. Natürlich habe er ein gutes Gefühl, sagte Schalkes Sportvorstand Christian Heidel. „Aber das hatte ich vor der Hinrunde leider auch“, so der 55-Jährige. Der Ausgang mit Tabellenplatz 13 und mageren 18 Punkten ist bekannt.

Doch beim genaueren Betrachten wird deutlich: Die Protagonisten bei den Königsblauen sind angespannt vor dem Start in die Rückrunde am Sonntag gegen den VfL Wolfsburg (18 Uhr/bei uns im Live-Ticker). Sind verhältnismäßig kurzsilbig. Sie wollen sich nichts schlecht reden lassen. Aber es ist klar erkennbar: Die Angst vor einem ähnlich miserablen Start wie zu Beginn der Serie geht um.

Dass noch keine neuen Spieler da sind, obwohl dieses Ziel schon am letzten Spieltag des vergangenen Jahres klar kommuniziert worden war? Sei alles halb so wild. „Die Jungs, die da sind, werden wir entsprechend vorbereiten“, erklärt Cheftrainer Domenico Tedesco ganz diplomatisch. „Darüber rede ich viel lieber als über mögliche Neuzugänge. Alles andere wird sich auf dem Platz zeigen. Da bringen auch gewisse Parolen nichts.“

Stambouli neuer Vize-Kapitän

Er habe mit dem Team versucht, in der Winter-Vorbereitung „an zahlreichen Stellen zu drehen“, so der 33-Jährige. Mut mache ihm vor allem der Ehrgeiz seiner Kicker. „Jeder Einzelne hat Hunger und Lust, eine bessere Rückrunde als die Hinrunde zu spielen.“

Ob es gelingt, sei dahingestellt. Denn so unwichtig wären Transfers tatsächlich nicht. Spätestens seit dem Spontan-Verkauf von Naldo herrscht auf der Innenverteidiger-Position ein großer Engpass. Zumal der Einsatz von Salif Sané nach seiner Oberschenkelverletzung mehr als wackelt. Das Abschlusstraining am Samstag werde – genau wie bei den angeschlagenen Yevhen Konoplyanka (Infekt) und Suat Serdar (Adduktoren-Beschwerden) – Aufschluss darüber geben.

Schalke verliert gegen Wolfsburg – die Partie in einer Fotostrecke

Alternativen? Tedesco betont, dass der nun offizielle Vize-Kapitän Benjamin Stambouli (28) auch eine Option für das Zentrum in der Viererkette sei. Doch mit Verlaub ist der Franzose für diese Position nur eine Not-Not-Lösung.

Bentaleb fällt aus

Erschwerend kommt hinzu, dass Nabil Bentaleb (Schambein-Verletzung) gegen die Niedersachsen nicht zur Verfügung stehen wird. Zwar habe die Therapie beim 24-Jährigen gut angeschlagen, „aber es haben sich in dieser Woche erneut Probleme ergeben“, erläutert Sportdirektor Axel Schuster. Weiterhin keine Option sind Amine Harit, Breel Embolo und Guido Burgstaller.

Die Not ist groß auf Schalke. So sehr sie sich bemühen, das Ganze klein zu reden. Spätestens am Sonntagabend wird sich zeigen, wie gut – oder eben nicht – die Stimmung bei den Königsblauen wirklich ist.

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Quelle: wa.de

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