Pleite beim FC Bayern

Schalke zu ängstlich und ineffizient

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Schalkes Defensive um Jeffrey Bruma (links) kam gegen die Münchner oft einen Schritt zu spät.

Schalke 04 ist unterm Strich beim FC Bayern chancenlos. Dabei ist tatsächlich mehr drin gewesen - bei entsprechender Herangehensweise.

München - Die Bilanz ist fast schon erschreckend. Seit nunmehr 18 Pflichtspielen holte Schalke 04 gegen den FC Bayern keinen Sieg mehr. Die 1:3-Niederlage am Samstagabend in München war da keine Ausnahme. "Wir haben das Spiel verdient verloren. Bayern war schlichtweg besser, hat uns bewegt und Torchancen kreiert", analysierte Schalkes Cheftrainer Domenico Tedesco treffend.

Das Verwunderlichste dabei: Die Königsblauen traten beim Rekordmeister nicht mit dem Selbstvertrauen auf, das sie unter der Woche beim Pokal-Erfolg gegen Düsseldorf (4:1) getankt hatten. "Wir waren leider zu ängstlich", sagte Tedesco. Auch Sportvorstand Christian Heidel meinte: "Wir haben zu ängstlich angefangen, da hatte ich schon ein paar Bedenken."

Die waren durchaus berechtigt. Schalke wurde über weite Strecken regelrecht erdrückt von der Münchner Dominanz. Und dennoch, so perplex das klingen mag: Ganz chancenlos waren die Knappen beim deutschen Rekordmeister nicht.

Tedesco bemängelt Art der Verteidigung

Vor dem unglücklichen Eigentor vor Jeffrey Bruma leistete sich Nabil Bentaleb einen kapitalen Ballverlust (12.), vor dem 1:2 waren die schwachen Suat Serdar und Sebastian Rudy groß in der Verlosung (27.), und beim 1:3 von Gnabry sah die Schalker Defensive schlichtweg schlecht aus.

Schalke muss sich Bayern geschlagen geben - 3:1 in München

"Trotz der Tiefe, die wir hatten, musst du nach vorne verteidigen. Das haben wir nicht gemacht", meinte Tedesco: "Da haben die Ballbesitzer ein, zwei Sekunden Zeit. Und die Jungs bei den Bayern wissen, was sie mit dieser Zeit anfangen können. Entsprechend viele Torchancen haben wir zugelassen."

Schalke mehr Schüsse aufs Tor

Wobei die dominanten, allerdings abermals wackligen Münchner in der Hinsicht kaum besser waren. Auch wenn es vom Spielverlauf tatsächlich nicht verdient gewesen wäre: Schalke hätte mehr Treffer erzielen können als den von Ahmed Kutucu (25.), der nach einem Konter Jerome Boateng davongelaufen war. Die Statistik "Schüsse auf das Tor" gewann Königsblau sogar mit 5:4.

Yevhen Konoplyanka scheitete zum Beispiel an Keeper Sven Ulreich, Weston McKennie bei dieser Doppelchance am Pfosten (53.). Ein Kopfball von Bruma landete ebenfalls am Pfosten (55.). "Die wenigen Chancen, die du in München bekommst, musst du machen", meinte Heidel. "Dann weiß man nie, was noch passiert wäre."

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Quelle: wa.de

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