Mehr Gehalt bei Vertragsverlängerung

Schalke kämpft um Serdar: So will Königsblau den Nationalspieler halten

Schalke 04 plant trotz der Corona-Einschränkungen die Zukunft. Dabei spielt Suat Serdar eine große Rolle. Mit diesem Paket will Königsblau den Nationalspieler halten.

  • Schalke 04 ist aufgrund der Coronavirus-Krise finanziell arg gebeutelt.
  • Dennoch plant Sportvorstand Jochen Schneider den Kader für die Zukunft.
  • Eine wichtige Rolle dabei spielt Suar Serdar.

Update, 10.29 Uhr: Trotz der Corona-Einschränkungen setzt Schalke 04 alles daran, sich für die Zukunft aufzustellen. Bei den Planungen von Sportvorstand Jochen Schneider (49) steht aktuell vor allen Suat Serdar (23) weit oben auf der Prioritätenliste.

Laut Bild setzen die Königsblauen derzeit alles daran, den aktuell bis 2022 datierten Vertrag des Nationalspielers vorzeitig zu verlängern - auch um zu verhindern, dass der Mittelfeldspieler die Schalker ablösefrei verlässt.

Schalke will Serdar demnach als eines der Gesichter des Vereins aufbauen. Das Paket beinhalte dem Bericht zufolge 100 Prozent mehr Gehalt (derzeit rund 2 Millionen Euro) inklusive Ausstiegsklausel sowie ein Arbeitspapier bis 2024.

Das soll verhindern, dass Serdar die Knappen vorzeitig zu einem Spottpreis oder gar ablösefrei verlassen könnte. Weston McKennie hingegen besitzt einen Vertrag bis 2024 bei Königsblau. Seine Zukunft sieht er dennoch woanders. Im Sommer dazu stoßen könnte Jamie Leweling.

Ausverkauf wegen Insolvenz? Schalke will stattdessen mit Suat Serdar verlängern

Update vom 27. April, 12.07 Uhr: Dass Schalke 04 finanzielle Schwierigkeiten hat, ist bekannt. Die Coronavirus-Krise hat die wirtschaftliche Lage der Königsblauen alles andere als verbessert. Zuletzt wurde sogar darüber spekuliert, ob der Klub nun seine Leistungsträger verkaufen und zu Geld machen muss.

Doch dem ist offenbar nicht zwingend so. Schalke sei weiterhin stark daran interessiert, etwa Suat Serdar (23) langfristig zu binden und seinen aktuell bis 2022 datierten Vertrag vorzeitig zu verlängern, wie der Kicker berichtet. Sportvorstand Jochen Schneider (49) kündigte bereits an: "Wir wünschen uns, dass er Schalke noch deutlich länger erhalten bleibt."

Dem Bericht zufolge soll das neue Arbeitspapier von Serdar auf Schalke mindestens bis 2024 laufen und eine möglichst hohe Ausstiegsklausel beinhalten. Dazu würde Serdar ein entsprechend höheres Gehalt bekommen.

Insolvenz droht: Muss Schalke diese Profis jetzt zu Geld machen?

[Erstmeldung] Gelsenkirchen - Nach der vergangenen Katastrophen-Saison mit ernsthaften Gedanken an einen möglichen Abstieg in die 2. Fußball-Bundesliga hat sich der FC Schalke 04 wieder gefangen. Mit David Wagner wurde ein neuer Trainer integriert, der die Problem-Profis wieder in die Spur bringen und die Neuverpflichtungen in ein bis dahin wackeliges Gebilde integrieren sollte.

Dass sich der Ballvirtuose Amine Harit derart berappelt und die Gelsenkirchener Veltins Arena zum kochen bringt, der bereits als Fehleinkauf betitelte Suat Serdar in Höchstgeschwindigkeit durchstartet und der vom VfB Stuttgart verpflichtete Ozan Kabak gleich zum neuen Abwehrchef aufsteigt, darauf hätten wohl nur die Wenigsten auch nur einen Cent gewettet.

Drohende Pleite von Schalke 04: Müssen diese Profis zu Geld gemacht werden?

Trotz der aus sportlicher Sicht bislang missglückten Rückrunde mit dem Aus im DFB-Pokal gegen den FC Bayern und nur sieben Punkten aus acht Partien in der Liga, ist Königsblau auf dem besten Weg, sich (mindestens) für die Europa League zu qualifizieren. Ermöglicht durch einen jungen Kader, der genügend Anlagen besitzt, um sich langfristig in den Top Sechs der Bundesliga zu integrieren, sollte er weiter zusammen wachsen.

Seit dem März jedoch fürchtet der FC Schalke 04 um seine Existenz und das genannte Szenario gleicht einem Wunschtraum. Die Coronavirus-Krise setzt dem Traditionsklub gewaltig zu. Zwar werden sich die Knappen zumindest bis zum Sommer aufgrund der in den kommenden Wochen gesicherten Auszahlung der TV-Gelder über Wasser halten können.

Harit, Kabak, Serdar: Schalker Leistungsträger könnten verkauft werden

Danach jedoch muss dringend Geld beschafft werden. Spätestens dann, sollte S04 das europäische Geschäft verpassen. Die größten Wertanlagen sind bekanntlich die Spieler. Besonders die, die in den vergangenen Monaten besonders auf sich aufmerksam machten.

Droht dem FC Schalke 04 der Ausverkauf im Sommer?

Zwar besitzt Ozan Kabak ab dem Sommer 2021 laut Angaben der Bild eine Ausstiegsklausel von 45 Millionen Euro bei Schalke 04. Unverkäuflich ist der Türke jedoch nicht, sollte einer der großen im kommenden Transferfenster anklopfen.

Ein Kauf des möglichen Ersatzes Jean-Clair Todibo kann nahezu ausgeschlossen werden. Auch bei Suat Serdar dürfte Königsblau keinerlei Probleme haben, einen Abnehmer zu finden. Der 23-Jährige, der es dank seiner sieben Treffer ins Aufgebot der deutschen Nationalmannschaft schaffte, besitzt laut transfermarkt.de einen Marktwert von rund 20 Millionen Euro.

Ausgliederung der Profi-Abteilung von Schalke 04 als Plan B

Klar ist: Der FC Schalke 04 muss abwägen, ob er die sportliche Perspektive aufs Spiel setzen will, um eine finanzielle Lösung zu finden. Die Klubführung hatte eine Ausgliederung der Profi-Abteilung ins Gespräch gebracht. Ausgliederung und der Verkauf von Anteilen wäre wohl der Plan B. Allerdings benötigt es dazu eine Mehrheit von 75 Prozent der Stimmen auf der nächsten Mitgliederversammlung.

Quelle: wa.de

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