Schalkes Torwart-Hoffnung

Berater heizt Spekulationen um Nübels Abgang an - und rudert dann zurück

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Alexander Nübel hat bei Schalke noch einen bis Sommer 2020 gültigen Vertrag.

Auf Schalke hoffen sie auf eine Vertragsverlängerung von Alexander Nübel. Der Berater des Keepers sorgte nun für Irritationen - und ruderte dann zurück.

Gelsenkirchen - Er ist derzeit so ziemlich der einzige Schalker, der sich in Normal-Verfassung präsentiert. Beim 1:1 beim abstiegsbedrohten 1. FC Nürnberg etwa können sich die Königsblauen bei Torwart Alexander Nübel bedanken, überhaupt mit einem Zähler nach Hause gefahren zu sein.

Da wundert es wenig, dass direkt um die Zukunft des U21-Nationalskeepers gesprochen wird. Bloß mit einem langfristigen Vertrag ausstatten, hoffen die Fans. Denn die Befürchtung, dass der talentierte Schlussmann bald nicht mehr das Schalker Trikot tragen wird, sind gar nicht mal so unberechtigt.

Nübel, der seit Beginn der Rückrunde das Tor der Knappen hütet und die eigentliche Nummer eins Ralf Fährmann damit auf die Bank verdrängt hat, macht mit seinen Glanztaten auf sich aufmerksam - und sich damit für Top-Klubs interessant. Auch der FC Bayern soll sich zumindest mit dem 22-Jährigen beschäftigen.

Nübel soll ein Schalke-Gesicht werden

Sein aktuelles Arbeitspapier auf Schalke hat noch bis Sommer 2020 Gültigkeit. Der mittlerweile offiziell zurückgetretene Sportvorstand Christian Heidel hatte Gespräche mit Nübel vor sich her geschoben - wofür Königsblau nun die Quittung bekommen könnte.

Zumindest, wenn es nach den Worten von Nübels Berater geht. "Schalke hatte monatelang Zeit, Gespräche zu führen und hat dies nicht getan - was das gute Recht des Klubs ist", sagte Stefan Backs zu Sport1. " Jetzt ist für unsere Seite der falsche Zeitpunkt dafür. Was unser gutes Recht ist." Vielsagend ergänzte er: "Schalke hat die eigene Zukunft noch nicht geklärt, was auch ein Aspekt ist."

Bislang haben die Schalker um den neuen Sportvorstand Jochen Schneider noch keinen neuen Trainer verpflichtet - genauso wenig einen Sportvorstand sowie einen Technischen Direktor. Schneider sagte zuletzt in der Bild: "Wir tun alles dafür, damit Alex langfristig bleibt. Er soll eines der neuen Gesichter auf Schalke werden."

Berater zieht Neuer-Vergleich heran

Backs heizte derweil weiter an: "Alex hat das Recht, sich seine Gedanken zu machen. Bestehende Verträge sind nicht einseitig. Sollte Schalke mit Alex - wie bei Neuer - eine große Ablösesumme generieren, hätte der Klub ein gutes Geschäft gemacht." Zur Erinnerung: Ur-Schalker Neuer hatte Königsblau im Sommer 2011 für 30 Millionen Euro Richtung FC Bayern verlassen.

Dennoch: Backs Aussagen dürften bei den Schalker Verantwortlichen wenig Begeisterung ausgelöst haben. Einen Tag nach den am Mittwochabend veröffentlichten Zitaten meldete er sich über die Facebook-Seite seiner Agentur "Siebert & Backs" zu Wort: "In eigener Sache: Alexander Nübel ist ein talentierter Torwart, der bei Schalke 04 einen Vertrag bis 2020 besitzt. Zu Spekulationen bezgl. seiner Zukunft werden wir keinerlei Stellung mehr nehmen."

Die Aussagen zuvor dürften jedoch ihr Übrigens getan haben.

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Quelle: wa.de

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