Kein Platz beim FC Bayern

Rudy zu Schalke? Darum würden alle Seiten profitieren

Sebastian Rudy steht beim FC Bayern noch bis 2020 unter Vertrag, hat beim Rekordmeister aktuell aber wenig Aussicht auf Einsätze.

Die Verantwortlichen von Schalke 04 hüllen sich in Schweigen, ob Bayerns Sebastian Rudy ein Thema ist oder nicht. Sinnvoll wäre eine Verpflichtung - für alle Beteiligten.

Gelsenkirchen - Eine Syndesmose-Verletzung wird Benjamin Stambouli einige Wochen außer Gefecht setzen. Wie lange der Franzose dem FC Schalke 04 fehlen wird, sei noch nicht abzuschätzen. Mindestens fünf bis sechs Wochen, erklärte Cheftrainer Domenico Tedesco. Im schlimmsten Fall länger.

Zwar schlossen weder er noch Sportvorstand Christian Heidel aus, in dieser Transfer-Periode noch einen weiteren Innenverteidiger zu verpflichten, doch die Königsblauen werden weiterhin hartnäckig mit einem Namen in Verbindung gebracht, der damit erst einmal wenig zu tun hat: Sebastian Rudy.

Der 28 Jahre alte Nationalspieler vom FC Bayern ist ein Sechser. Und von denen hat Tedesco reichlich im Kader. Eigentlich. „Es ist eine der Positionen, über die wir uns in der Tat Gedanken machen“, bestätigte Heidel zwar. Aber nicht zwingend, weil die Not dort so riesig ist. Sondern weil ein Spieler mit dem Kaliber von Rudy zu haben ist.

Kein Platz im Münchner Aufgebot

Beim Rekordmeister ist kein Platz für ihn im gut besetzten Mittelfeld. „Es macht Sinn, dass sich Sebastian anderweitig orientiert“, hatte FCB-Coach Niko Kovac bereits vor einigen Tagen gesagt. Beim Pflichtspiel-Auftakt des FCB im DFB-Pokal bei Drochtersen/Assel stand er nicht einmal im Kader.

Und Konkurrent RB Leipzig soll dem Kicker zufolge aus dem Poker um Rudy ausgestiegen sei, weil sich die RB-Verantwortlichen nicht auf die Forderungen der Münchner (20 Millionen Euro Ablöse) einlassen wollten.

Dabei sprach aus Rudys Sicht viel für die Sachsen, arbeiten dort doch mit Ralf Rangnick und Julian Nagelsmann (ab 2019 RB-Coach) seine bisher größten Förderer. Auch finanziell hat der Brause-Klub mehr geboten. Doch das Gespräch mit Tedesco vor rund einer Woche hat Rudy ins Grübeln gebracht.

Rudy bringt reichlich Qualitäten mit

Schalkes Trainer, der den Bayer bereits Ende vergangener Saison für Königsblau gewinnen wollte, überzeugte. Würde Rudy direkt installieren. Wohl auch, weil der 32-Jährige noch immer nicht gänzlich mit Nabil Benteb zufrieden ist. Es gibt Momente, in denen Tedesco über ihn staunt. Und wiederum welche, die ihn zur Verzweiflung bringen.

Bei Rudy hätte er in puncto Konstanz immerhin mehr Gewissheit. Der 28-Jährige ist kein Sprachrohr, bringt jedoch Führungsqualitäten mit. Ist taktisch clever. Hat keine Star-Allüren und würde sich charakterlich gut ins Schalker Teamgefüge einfügen. Ist ein sicherer Ballverteiler, scheut aber auch keinen Zweikampf. Ist stark im Pressing.

Da wundert es kaum, dass die Königsblauen – auch wenn sie es öffentlich nicht sagen – so sehr an Rudy interessiert sind. Und der Spieler selbst hätte – anders als in München – mehr berechtigte Hoffnung auf Einsätze. Es wäre praktisch ein Gewinn für alle Seiten.

Verpassen sie keine Nachricht zum FC Schalke 04 und werden Sie Fan unserer Facebook-Seite.

Quelle: wa.de

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare