Niederlage gegen Hertha BSC

Ausgebremst: So lief Rudys Debüt auf Schalke

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In seinem ersten Spiel für Schalke bekam Sebastian Rudy (M.) vor allen in Berlins Ondrej Duda (r.) einen Sonderbewacher zur Seite gestellt.

Fünf Tage nach seiner Vorstellung gab Sebastian Rudy direkt sein Debüt auf Schalke. Doch die Partie gegen Hertha BSC war alles andere als dankbar für den Nationalspieler.

Gelsenkirchen - Er kam als Sofort-Hilfe. Die Verantwortlichen von Schalke 04 setzen große Hoffnungen auf den vom FC Bayern verpflichteten Sebastian Rudy. Da wunderte es nicht, dass der 28 Jahre alte Mittelfeldspieler beim 0:2 gegen Hertha BSC sein Debüt für Königsblau gab – fünf Tage nach seinem ersten Training am Berger Feld.

Verwundert haben dürfte es niemanden. Schließlich soll der Nationalspieler das Schalker Zentrum leiten, lenken, dirigieren. Und dicht halten. Dass Rudy genau das sofort auf dem Plan stehen hatte, war ihm direkt anzumerken. Er gestikulierte. Gab Anweisungen. Doch seine Bemühungen verpufften. Es war ein durchaus undankbarer erster Auftritt auf Schalke.

Dass die Abstimmung noch nicht zu 100 Prozent vorhanden sein konnte, war abzusehen. Doch dass Rudy es kaum gelungen war, Impulse zu setzen, war nicht der Plan der Schalker. Seine Bilanz: zwei gewonnene Zweikämpfe, elf Pässe, drei Fehlpässe. Nach 51 Minuten war Feierabend für Rudy, für ihn kam Suat Serdar in die Partie.

Rudy braucht Eingewöhnungszeit

„Ich bin erst knapp eine Woche da und brauche wohl noch ein bisschen Eingewöhnungszeit“, räumte Rudy ein, dem auch in der Begegnung nicht jede Aktion direkt gelungen war. „Ich habe noch etwas Rückstand.“ Sicherlich nicht in puncto Fitness. Sondern viel mehr mit Blick auf die Verinnerlichung des Schalker Spiels.

Schalke gegen Hertha BSC in Bildern

Dem Mittelfeldspieler wurde seitens der Hertha allerdings auch vor großen Hindernissen gestellt. Rudy hatte in Ondrej Duda – ähnlich wie Nabil Bentaleb in Arne Maier – einen ständigen Sonderbewacher. „Basti hat es gut gemacht“, meinte Cheftrainer Domenico Tedesco. „Er wurde in Manndeckung genommen. Das ist nicht ganz einfach. Er kam einmal zu mir raus und sagte: 'Trainer, wenn ich auf die Toilette gehe, kommt der mit.'“

Keine Lösung gegen Manndeckung

Das Problem an der Sache: Die gesamte Schalker Mannschaft hatte dagegen keine Mittel parat, weshalb auch das Offensivspiel so sehr stockte – oder drastischer formuliert: kaum vorhanden war. „Wir haben die Lösungen dagegen parat“, meinte Tedesco, „haben sie aber aufgrund von vielen Schlampigkeiten nicht auf den Platz bekommen.“

Daher lautet die Devise nun: „Darauf müssen wir uns einstellen, das sind die nächsten Schritte, die auf uns zukommen. Die Gegner stellen sich auf uns ein.“ Und werden wissen, dass die Königsblauen ihre Hoffnung im Mittelfeld auf die Qualitäten von Rudy legen.

Auch der Ex-Bayer war mit seinem ersten Auftritt in seiner neuen Heimspielstätte wenig zufrieden: „Es hat leider noch nicht so gut funktioniert. Wir haben in der kommenden Woche etwas gutzumachen.“ Immerhin: Die Chef-Rolle hat er bereits verinnerlicht.

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Quelle: wa.de

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