Schalkes Sieg beim VfB

Skrzybski glänzt in Stuttgart - aber Tedesco hebt den Zeigefinger

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Steven Skrzybski (Mitte) leitete mit seinem frühen Tor Schalkes Sieg in Stuttgart ein.

Steven Skrzybski überragt bei Schalkes Sieg in Stuttgart. Trainer Domenico Tedesco lobt - hebt aber auch direkt mahnend den Zeigefinger.

Stuttgart - Der Plan war vollends aufgegangen. "Wir wollten ein schnelles Tor erzielen", erklärte Steven Skrzybski. Der 26-Jährige hatte sich sogar so genau an dieses Vorhaben gehalten, dass er jenen besagten Treffer nach zehn Minuten selbst erzielt hatte und Schalkes wichtigen 3:1-Sieg im Keller-Duell beim VfB Stuttgart einleitete.

Doch nicht nur deswegen war Skrzybski, im Sommer von Zweitligist Union Berlin zu den Königsblauen gekommen, einer der besten Schalker auf dem Rasen. Der Stürmer, der mit Yevhen Konoplyanka und Alessandro Schöpf die gut funktionierende offensive Dreier-Reihe gebildet hatte, spulte die zweitmeisten Kilometer (12,01) auf Seiten der Knappen ab. Hatte die meisten Sprints (35). Die zweitmeisten Torschüsse (3). Darüber hinaus bereitete er das entscheidende 3:1 durch U19-Kicker Ahmed Kutucu mit einem Sahne-Pass ein.

"Der Sieg war sehr wichtig, weil wir wussten, in welcher Situation wir sind", sagte Skrzybski, ohne seine eigene Leistung in den Vordergrund zu stellen. "Wir haben die Mentalität gezeigt, die für das Spiel angebracht war. Deshalb bin ich einfach nur glücklich, dass wir drei Punkte geholt haben."

Tedesco lobt mit einem "aber"

Wenn er sich schon nicht selbst loben wollte, taten das eben andere. "Er hat es bis hin zum Anlaufen sehr, seht gut gemacht", erklärte Sportvorstand Christian Heidel: "Zu seiner Ehrenrettung muss man sagen, dass es sein erstes Spiel war, wo er wieder komplett fit ist."

Erleichtert in die Winterpause: Schalke siegt in Stuttgart

Auch bei einigen seiner bisherigen Kurz-Auftritte sorgte Skrzybski nicht selten für frischen Wind in der Offensive. Nach dem Auftritt in Stuttgart gab es daher auch ein "Riesenlob" von Trainer Domenico Tedesco, er schob aber prompt hinterher: "Das ist jetzt aber eine Frage der Konstanz. In Augsburg war er nicht gut, deswegen hat er danach gegen Leverkusen nicht gespielt. Wir brauchen Konstanz, das ist unser Problem - nicht nur auf Stevie bezogen."

Dennoch überwog zunächst die Freude, dass der einzig verbliebene Angreifer dieses Mal so gut funktionierte. Was durchaus auch ein Signal an die derzeit verletzte Konkurrenz sein könnte. Doch auch in diesem Fall ist der 26-Jährige niemand, der große Töne spuckt.

Skrzybski bleibt bescheiden

"Es war für die Stürmer nicht einfach zu Saisonbeginn", meinte er ganz diplomatisch: "Dass wir die Jungs, die hoffentlich nach der Winterpause zurückkommen, brauchen, ist doch ganz klar. Jeder hat verschiedene Qualitäten. Und wir müssen dann schauen, welche Qualitäten für welches Spiel gebraucht werden."

Schalke siegt beim VfB: Der Ticker zum Nachlesen

Dass er seine nur allzu gerne öfters zeigen möchte, steht außer Frage. Auch, wenn er das so forsch wohl nie betonen würde.

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Quelle: wa.de

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