Wagner, Sportdirektor und mehr

Wie geht es auf Schalke weiter? Fragen und Antworten

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Klub-Boss Clemens Tönnies will Schalke wieder stark machen - und entsprechend wieder in den Aufsichtsrat gewählt werden.

Nach der Saison ist vor der Saison: Wie geht es nun auf Schalke weiter? Wir beantworten die wichtigsten Fragen.

Gelsenkirchen – Die Saison nach der Vize-Meisterschaft war für Schalke 04 eine verlorene. Umso erleichterter sind sie bei den Königsblauen, dass sie vorbei ist – jedenfalls auf dem Rasen. Im Hintergrund werkeln Klub-Boss Clemens Tönnies, Sportvorstand Jochen Schneider und Co. bereits an der Neuausrichtung. Wir beantworten die wichtigsten Fragen, wie es nun auf Schalke weiter geht.

Wann startet David Wagner?

Offizieller Dienstantritt des neuen Chefcoachs ist der 1. Juli, wenn er seine Mannschaft voraussichtlich auch zum Trainingsauftakt bittet. Tags zuvor findet die Mitgliederversammlung statt, wo Wagner und Spieler wohl ebenfalls anwesend sein werden. Allerdings arbeitet der 47-Jährige schon jetzt mit Sportvorstand Jochen Schneider und dem künftigen Kader-Planer Michael Reschke am königsblauen Aufgebot für die kommende Serie. Das Trio solle „entscheiden, wer bleibt, wer in die Philosophie und wer charakterlich passt“, sagte Aufsichtsratsboss Clemens Tönnies bei Sky.

Bis wann soll ein Sportdirektor gefunden werden?

Die wichtigsten Personen, „um den Kader neu aufzustellen und das Training zu verändern“, seien laut Tönnies schon da. Der Posten des Sportdirektors habe nicht die höchste Dringlichkeit, soll aber ebenfalls bald durch Schneider besetzt werden, schließlich gehörte das zur sportlichen Neu-Aufstellung der Schalker.

„Wir werden uns mit dem Sportdirektor noch Zeit lassen. Dann werden wir die Strukturen noch weiter verbessern“, so Tönnies. Bis allerspätestens Ende Juni soll das Team von Sportvorstand Schneider allerdings stehen. Gehandelt werden weiterhin unter anderem Christoph Metzelder und Horst Heldt, auch wenn Letztgenannter laut Tönnies „nicht der favorisierte Kandidat“ sei.

Welche Spieler müssen gehen?

Klar ist: Es wird einiges passieren. Wie viel, hängt auch davon ab, für welche Spieler es überhaupt einen Markt gibt – inklusive akzeptabler Ablöse. „Wir werden den Kader natürlich bereinigen“, kündigte Tönnies an. Unruhestifter wie Nabil Bentaleb, Amine Harit oder Hamza Mendyl dürften keine Zukunft mehr auf Schalke haben. Yevhen Konoplyanka und Salif Sané haben ebenso schlechte Karten, aber auch Omar Mascarell oder Sebastian Rudy könnten wohl bei einem entsprechenden Angebot weiterziehen.

Das hängt von dem Bild ab, das Wagner bekommt. Fraglich ist, ob Kapitän Ralf Fährmann sich weiterhin mit seiner Position als Nummer zwei zufrieden gibt – falls Alexander Nübel nicht vorzeitig wechseln sollte.

Verliert Schalke Leistungsträger?

Womit wir bei Nübel angekommen wäre: Ex-Manager Christian Heidel hat er versäumt, den 22-Jährigen mit einem neuen Arbeitspapier auszustatten. Der wolle nun die U21-EM abwarten. Schneider bemüht sich derweil, den riesigen Fauxpas seines Vorgängers zu korrigieren. „Er wird nächstes Jahr unser Torhüter sein, und darüber hinaus hoffen wir, dass wir den Vertrag über 2020 hinaus verlängern können“, sagte Schalkes Sportvorstand.

Bei Daniel Caligiuri, einer wer weiteren wenigen Leistungsträger in der Vorsaison, deutete an, gerne bei den Königsblauen bleiben zu wollen (Vertrag bis 2020). Die Gespräche soll der Klub bereits aufgenommen haben.

Droht Klub-Boss Clemens Tönnies auf der Mitgliederversammlung Gegenwind?

Tönnies geht nach dem Aus von Heidel, dem er einst den Schalker „Generalschlüssel“ übergeben hatte, wieder in die Öffentlichkeit – und wie. Vor der Mitgliederversammlung am 30. Juni startet der 62-Jährige seinen Wahlkampf für die Wiederwahl. „Ich übernehme die Verantwortung, dafür kann ich angeklagt werden“, sagte er. Gleichzeit krempelt er gemeinsam mit Schneider und Co. die Ärmel hoch, um auch seinen eigenen Fehler – unter anderem Heidel – zu reparieren.

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Quelle: wa.de

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