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Corona-Krise: So ist der Stand in Deutschlands Top-Ligen

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Die Basketball-Bundesliga pausiert mindestens bis Ende April. Foto: Andreas Gora/dpa

Wann geht es weiter? Geht es überhaupt weiter? Das sind die Fragen, die den Sportfans, Akteuren und Verantwortlichen in den großen deutschen Bundesligen derzeit unter den Nägeln brennen. Noch herrscht die Zeit des Hoffens und Bangens.

Frankfurt/Main (dpa) - Die deutschen Sport-Topligen stehen wegen der Coronavirus-Pandemie still. Der aktuelle Stand der weiteren Planungen in der Übersicht:

FUSSBALL-BUNDESLIGA: Die Vereine werden die vom DFL-Präsidium empfohlene Ausweitung der Zwangspause bis mindestens 30. April auf ihrer Mitgliederversammlung beschließen. Konsens ist, dass die Saison aber auf jeden Fall zu Ende gespielt werden soll, um die finanziellen Verluste so gering wie möglich zu halten. Klar ist allen Beteiligten, dass dies nur ohne Zuschauer möglich sein wird. Neben Konzepten für mögliche Geisterspiele müssen auch finanzielle Notfallpläne erstellt werden.

HANDBALL-BUNDESLIGA: Die Verantwortlichen der HBL hoffen weiter, die Saison irgendwie zu Ende zu spielen. Vom 23. April an soll im Idealfall wieder gespielt werden. Dieser Wunsch erscheint aber zunehmend unrealistischer. Um die Saison noch zu einem regulären Ende zu bringen, müsste laut HBL spätestens ab Mitte Mai der Spielbetrieb wieder aufgenommen werden. Es gibt aber bereits erste Club-Verantwortliche, die für einen Abbruch der Saison plädieren und sich eine schnellere Entscheidung wünschen.

BASKETBALL-BUNDESLIGA: Vergangene Woche entschieden sich die 17 Clubs und die Liga vorerst noch einmal gegen einen Abbruch der Saison. Der Spielbetrieb ist erst einmal bis zum 30. April ausgesetzt. Dann soll erneut beraten werden, ob die Saison doch noch zu Ende gespielt werden kann. Vor allem kleinere Clubs kämpfen ums Überleben. Zahlreiche ausländische Profis sind in ihre Heimat gereist.

DEUTSCHE EISHOCKEY LIGA: Die DEL entschied vor drei Wochen als erste deutsche Profiliga, die Saison vorzeitig zu beenden. Das hatte es zuvor seit Einführung der Bundesliga 1958 nie gegeben. Die Hauptrunde war abgeschlossen, die Playoffs fielen aus, ein Meister wurde nicht gekürt. Vierter Teilnehmer an der Champions League werden neben München, Mannheim und Straubing die viertplatzierten Berliner sein.

VOLLEYBALL-BUNDESLIGA: Der Vorstand der Volleyball Bundesliga (VBL) beschloss schon vor mehr als zwei Wochen, die Spielzeit in der Bundesliga der Frauen und Männer abzubrechen. 2019/20 gibt es keinen Meister und keinen Regelabsteiger. An einer Regelung für die finale Tabellen-Rangfolge und die Vergabe der Europapokal-Startplätze arbeiten VBL und Deutscher Volleyball-Verband (DVV) seitdem.

FRAUENFUSSBALL-BUNDESLIGA: Die Partien sind bis einschließlich 19. April ausgesetzt. Sechs Spieltage fehlen noch bis zum Saisonende. Der Ausschuss Frauenfußball-Bundesligen konferiert an diesem Dienstag mit DFB- und Clubvertretern. Die Liga orientiert sich an den Beschlüssen der Deutschen Fußball Liga (DFL) für die Männer. Der ganz große Zeitdruck ist weg, da für die Nationalmannschaft in diesem Sommer kein Turnier ansteht. Allerdings sind der FC Bayern München und VfL Wolfsburg noch in der Champions League vertreten.

DFL-Mitteilung

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