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Coulthard: Red-Bull-Crash gutes Marketing

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David Coulthard ist bis Ende 2008 für Red Bull selbst gefahren und arbeitet nun als Berater des Rennstalls.
David Coulthard ist bis Ende 2008 für Red Bull selbst gefahren und arbeitet nun als Berater des Rennstalls. © Getty

Hamburg - Der ehemalige Formel-1-Pilot David Coulthard sieht in dem Red-Bull-Crash von Sebastian Vettel und Mark Webber auch etwas Positives.

“Von der Marketing-Seite her war es hervorragend. Die ganze Welt schreibt über Red Bull“, sagte der Schotte “Bild.de“. Er zeigte Verständnis für die beiden Fahrer, die am vergangenen Sonntag beim Großen Preis der Türkei im Kampf um die Spitze kollidiert waren. “Sag' mal einem Rennfahrer, dass er vom Gas gehen soll. Das ist wie einem Kind ein Eis zu geben und ihm zu verbieten, daran zu lecken“, meinte der 39-Jährige, der bis Ende 2008 für Red Bull selbst gefahren war und nun als Berater des Rennstalls arbeitet.

Die Formel-1-Weltmeister der vergangenen 40 Jahre

Vettel schied durch den Unfall aus, der Australier Webber rettete in Istanbul hinter dem McLaren-Duo Lewis Hamilton und Jenson Button Platz drei und seine WM-Führung. Am Donnerstag erklärte Red Bull nach einem Gespräch mit beiden Piloten die Angelegenheit für beendet.

Solche Unfälle zwischen Teamkollegen lassen sich nach Ansicht von Coulthard nur schwer vermeiden. “Wenn man in der Formel 1 bei einem Team unterschreibt, ist das so, als würde man bei seiner Hochzeit gleichzeitig die Scheidung einreichen. Jeder will seine Interessen durchsetzen. Das geht selten gut“, sagte er. Lösungen seien eine klare Hierarchie im Team oder die Beteiligung der beiden Fahrer am Rennstall.

Die Rückkehr von Mercedes-Pilot Michael Schumacher in die Formel 1 bezeichnete er als “Geschenk für die Formel 1“. “Ich bin positiv überrascht, wie schnell er bei Mercedes an Nico (Rosberg) rangekommen ist“, sagte der Vize-Weltmeister von 2001. Für sich selbst schloss er eine Formel-1-Rückkehr aus. Er fährt seit dieser Saison für Mercedes im Deutschen Tourenwagen Masters (DTM). “Die Disziplin und die Herausforderung, mal mit einem anderen Auto Rennen zu fahren, hat mich gereizt“, erklärte er.

dpa

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