Formel 1 will mit Öko-Rennmotoren fahren

Monte Carlo - Die Formel 1 soll von 2013 an grüner werden. Der Motorsport-Weltrat des Internationalen Automobilverbands FIA beschloss am Freitag in Monte Carlo eine neue Motorenformel.

Mit dieser sollen die Rennwagen rund 35 Prozent weniger Benzin verbrauchen. Die bisherigen 2,4-Liter-Maschinen mit acht Zylindern sollen dann von 1,6-Liter-Motoren mit vier Zylindern ersetzt werden. Die maximale Drehzahl wird auf 12 000 begrenzt, auch das ist eine deutliche Absenkung im Vergleich zum bisherigen Wert.

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Die verstärkte Nutzung von Energie-Rückgewinnungssystemen soll die Leistung der Boliden aber auf einem ähnlichen Niveau wie derzeit halten. In der abgelaufenen Saison war der Einsatz des sogenannten KERS zur Umwandlung von Bremsenergie in Vortrieb verboten. Im kommenden Jahr dürfen die Teams das System wieder verwenden.

Zudem schränkt die FIA die Zahl der erlaubten Einsatzmotoren pro Fahrer weiter ein. Derzeit dürfen die Piloten noch acht Aggregate im Jahr verwenden, 2013 nur noch fünf, ein Jahr später sogar nur noch vier.

Die neue Motorenformel war seit längerem diskutiert worden. Vor allem Ferrari und Mercedes sperrten sich gegen die gravierenden Einschnitte. FIA-Präsident Jean Todt jedoch drängte energisch auf die Änderungen und hat nun eine Frist bis 2013 durchgesetzt. Ziel der Regeländerungen ist es auch, die Königsklasse für einen breiteren Sponsorenkreis attraktiver zu machen.

dpa

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