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Gina Lückenkemper ist Favoritin bei der „Deutschen“ über 100 Meter

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Von: Frank Zöllner

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Leichtathletik, Gina Lückenkemper bei Olympia 2020 im Jahr 2021 in Tokio.
Gina Lückenkemper © Michael Kappeler/DPA

Es ist angerichtet für olympischen Sport der Extraklasse. Bei „Die Finals 2022“ werden zwischen Donnerstag und Sonntag in Berlin in 14 Sportarten 190 Deutsche Meistertitel vergeben.

Berlin – Es ist angerichtet für olympischen Sport der Extraklasse. Bei „Die Finals 2022“ werden zwischen Donnerstag und Sonntag in Berlin in 14 Sportarten 190 Deutsche Meistertitel vergeben. Eindeutiger Höhepunkt: Die 122. Deutschen Leichtathletik-Meisterschaften am Samstag und Sonntag im Berliner Olympiastadion.

Ein DM-Highlight steht am Samstagabend auf dem Programm. Im 100-Meter-Finale wird um 19:30 Uhr die schnellste Frau Deutschlands gesucht. Die Titelfavoritin heißt nach ihren starken Vorstellungen der vergangenen Wochen Gina Lückenkemper aus Soest. Die Vize-Europameisterin startet für den SCC Berlin und könnte für einen Heimsieg auf der blauen Bahn des Olympiastadions sorgen. Schließlich ist sie momentan mit ihrer Saisonbestzeit von 11,04 Sekunden der nationalen Konkurrenz um ein bis zwei Sprint-Schritte voraus.

„Ich bin in Florida im Training schon Zeiten gerannt, die für eine sehr gute Form gesprochen haben. Aber Training und Wettkampf sind komplett unterschiedlich. Ganz überraschend waren diese Zeiten nicht, aber sie waren auch nicht selbstverständlich so früh“, so Gina Lückenkemper, die in Berlin ihren dritten DM-Titel über 100 Meter nach 2017 und 2018 anpeilt.

Die stärksten Konkurrentinnen der 25- Jährigen dürften „alte Bekannte“ sein. So steigerte sich ihre gute Freundin und Staffelpartnerin Rebekka Haase (Sprintteam Wetzlar) zuletzt auf 11,20 Sekunden. Damit unterbot sie wie Gina Lückenkemper schon die EM-Norm für München. Zur WM-Norm für Eugene fehlen ihr nur noch fünf Hundertstelsekunden.

Als einzige deutsche Sprinterin hat Gina Lückenkemper in diesem Sommer bereits die WM-Vorgabe von 11,15 Sekunden unterboten.
Ebenfalls zu beachten ist natürlich die Olympia-Halbfinalistin Alexandra Burghardt (SB: 11,38 sec). Allerdings konnte die Burghausenerin in den vergangenen Wochen aufgrund einer Verletzung keine Wettkämpfe bestreiten. Hallenmeisterin Tatjana Pinto (TV Wattenscheid 01) ist erst mit Verspätung in die Saison eingestiegen. Ihren einzigen Wettkampf des Sommers absolvierte sie vor zehn Tagen in Marseille bei heftigem Gegenwind in 11,84 Sekunden.

Für Lisa Marie Kwayie, eine weitere Lokalmatadorin aus Berlin, ist die Saison schon gelaufen, bevor sie richtig begonnen hat. Eine
Muskelverletzung machte für sie alle EM- und WM-Pläne zunichte.

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