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Noch 100 Tage: Olympia-Fieber in Vancouver

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Noch 100 Tage sind es, bis das Olympische Feuer an seinem Ziel in Vancouver ankommt
Noch 100 Tage sind es, bis das Olympische Feuer an seinem Ziel in Vancouver ankommt © Getty

Vancouver - Die Sportstätten sind startklar, Vancouver wird aufgehübscht und den Fackellauf durchs Land begleiten begeisterte “Go-Canada“-Rufe: Noch 100 bis zu den Olympischen Spielen:

100 Tage vor der Eröffnungsfeier der Winterspiele 2010 in Vancouvers BC Place Stadium ist in Kanada das Olympia-Fieber ausgebrochen. “Es ist ein bisschen wie beim Athleten im Umkleideraum: Alles, was vorbereitet werden konnte, ist erledigt“, erklärte John Furlong, Chef des Organisationskomitees in Vancouver (VANOC), “wir können uns darauf konzentrieren, eine aufregende und fröhliche Veranstaltung zu organisieren.“

Vergessen scheinen die zahlreichen finanziellen Hiobsbotschaften der vergangenen Monate. Die Kosten für den Bau des Olympischen Dorfes uferten auf 1,1 Milliarden Kanada-Dollar (648 Millionen Euro) aus, das Budget für die Sicherheit verfünffachte sich auf 900 Millionen kanadische Dollar (566 Millionen Euro). In der ganzen Euphorie geraten auch die Negativschlagzeilen über den fehlenden oder überteuerten Wohnraum in der Olympiastadt Vancouver in den Hintergrund. Von den zu erwartenden Milliarden-Dollar-Schulden als olympischem Vermächtnis spricht derzeit kaum jemand.

Furlong und seine Mitstreiter verspüren große Genugtuung. Die olympischen Sportstätten in Vancouver und im 125 Kilometer nördlich sind lange fertig. Da zudem das Internationale Olympische Komitee (IOC) den Gastgebern bereits im August volle Olympiareife attestiert hatte, war die Stimmung in der kanadischen Bevölkerung zuletzt die einzige unkalkulierbare Größe für VANOC.

Diese Wintersportarten sind olympisch

Neben der schmucken Eisschnelllauf-Halle, dem Richmond Oval, ist die 19 Kilometer lange “Canada-Line“ U-Bahn vom Flughafen in die Innenstadt der einzige Neubau für diese Olympischen Winterspiele. Beide Projekte haben ihre Feuertaufen bereits bestanden und werden den Einwohnern von Vancouver nach den Winterspielen ebenso zur Verfügung stehen, wie der ausgebaute Highway “Sea to Sky“, der Vancouver und Whistler verbindet. Bestehende Arenen wie das Pacific Coliseum (Eiskunstlauf und Short Track), der Canada Hockey Place (Eishockey) oder das imposante BC Place Stadium (Eröffnungs-und Schlussfeier sowie Medaillenzeremonien) sind durch umfangreiche Renovierungsmaßnahmen aufgepeppt worden.

“Die Vancouver-Spiele werden ein unvergleichlicher Erfolg werden“, prophezeite Rene Fasel, Vorsitzender der IOC- Koordinierungskommission. Das IOC will sich finanziell beteiligen, sollte das Olympia-Organisationskomitee nach den Winterspielen den operativen 1,7 Milliarden-Dollar Etat (1,09 Milliarden Euro) nicht - wie immer noch erwartet - ausgleichen können. Das gab es noch nie. “Die globale Finanzkrise konnte ja keiner vorausahnen“, zeigte IOC- Präsident Jacques Rogge vor kurzem Verständnis für VANOCs Finanzsorgen.

Furlong kann es kaum erwarten, dass es endlich losgeht. “Während olympische und paralympische Athleten aus aller Welt ihre Vorbereitung darauf ausrichten, im Februar und März 2010 in Kanada ihr Bestes zu geben, können sie sicher sein, dass auch wir gut vorbereitet sein werden“, versicherte der OK-Chef. Die ausgelassene Stimmung beim Fackellauf sei der beste Beweis.

dpa

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