Nordische Kombination: Deutsche Kombinierer stark aber ohne Chance gegen Riiber

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Nordische Kombination: Jarl-Magnus Riiber ist in dieser Saison noch nicht zu schlagen.

Das Wochenende in der Nordischen Kombination in Lillehammer war eine Fortsetzung der Dominanz von Jarl-Magnus Riiber. Auch die Deutschen hatten Grund zur Freude.

Lillehammer - Die deutschen Kombinierer kommen immer besser in Form, doch an Dauergewinner Riiber kommen sie nicht vorbei. Bundestrainer Weinbuch sieht den Youngster in einer eigenen Liga. Große Probleme hat derweil Olympiasieger Rydzek.

Auf den letzten Metern zu seinem Startrekord konnte es Jarl Magnus Riiber ganz gemütlich angehen lassen. Der 22 Jahre alte Nordische Kombinierer ließ sich eine kleine Norwegen-Fahne reichen, trudelte gemütlich Richtung Ziel und setzte einen sauberen Telemark auf die Ziellinie von Lillehammer. "Der Riiber ist eine Klasse für sich. Wir müssen an uns arbeiten und dürfen uns nicht nur an ihm orientieren", sagte Bundestrainer Hermann Weinbuch anerkennend. Riibers Saisonbilanz ist beeindruckend: Fünf Rennen, fünf Siege im Weltcup 2019/20. Gerade auf der Schanze gibt es derzeit quasi überhaupt keine Konkurrenz.

Deutlich verbessert präsentierten sich aber die Athleten des Deutschen Skiverbandes (DSV). Am Samstag belegte Fabian Rießle Rang drei vor Vinzenz Geiger, am Sonntag lief es bei den beiden laufstarken Team-Olympiasiegern genau andersherum. "Ich bin sehr zufrieden, dass wir auf drei, vier, fünf gleich drei Athleten richtig vorne platziert haben", sagte Weinbuch im ZDF. Eric Frenzel rundete das gelungene Gesamtbild nach einer starken Laufleistung als Fünfter ab.

Nordische Kombination: Rydzek mit großen Problemen auf der Schanze

Die vor drei Jahren allerdings noch extrem ausgeprägte Dominanz der Deutschen existiert nicht mehr. Riiber gab nicht nur im Schneetreiben von Lillehammer, sondern auch schon vor einer Woche in Ruka und in der Vorsaison den Takt vor. "Wir wissen, dass sich das schnell drehen kann", sagte Weinbuch mit ein wenig Zweckoptimismus. Der 59-Jährige schob hinterher: "Momentan sieht er aber sehr stabil und stark aus." Riiber habe beim Absprung derzeit "mehr Bumms" als seine Athleten. Der nächste Termin im Weltcup-Kalender ist am 21.12. in Ramsau.

Große Rätsel gibt derweil Olympiasieger Johannes Rydzek auf. Der 27 Jahre alte Allgäuer ist zwar wie gewohnt in starker Laufform, hat aber auf der Skisprungschanze mit erheblichen Defiziten zu kämpfen. Am Sonntag betrug sein Rückstand auf Riiber nach dem Springen über vier Minuten. Zum Zehn-Kilometer-Lauf trat er nicht mehr an.

Quelle: chiemgau24.de

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dpa

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