Drei Medaillen am Königssee

Rodel-WM: Eggert und Benecken holen Gold, Loch knapp geschlagen

Rodel-WM: (von rechts) Sascha Benecken und Toni Eggert werden Weltmeister vor Tobias Arlt und Tobias Wendl.
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Rodel-WM: (von rechts) Sascha Benecken und Toni Eggert werden Weltmeister vor Tobias Arlt und Tobias Wendl.

Bei der Rodel-WM am Königssee haben die deutschen Rennrodler am Samstag drei Medaillen geholt. Toni Eggert und Sascha Benecken holten Gold, Tobias Wendl und Tobias Arlt sowie Felix Loch wurden Vize-Weltmeister.

Königssee - Die Doppelsitzer Toni Eggert/Sascha Benecken haben dem deutschen Rodelteam am zweiten Tag der Weltmeisterschaften am Königssee die dritte Goldmedaille beschert.

Die Titelverteidiger aus Ilsenburg/Suhl siegten am Samstag vor den Sprint-Weltmeistern Tobias Wendl/Tobias Arlt (Berchtesgaden/Schönau am Königssee) und den Letten Andris und Juris Sics. Mit ihrem vierten WM-Sieg in Serie haben Eggert/Benecken, die im Sprint Bronze gewannen, zu den deutschen Rekord-Weltmeistern Patric Leitner/Alexander Resch aufgeschlossen.

Das junge Duo Hannes Orlamünder/Paul Gubitz belegte Rang zehn. Damit hat sich die Anzahl der deutschen Medaillen nach vier Wettbewerben auf sieben erhöht.

Rodel-WM: Loch gibt Halbzeit-Führung noch ab, Pech für Langenhahn

Der überragende Rodler des Winters hat seine Saison nicht krönen können. Nach acht Weltcupsiegen in Serie musste sich Felix Loch ausgerechnet bei der Heim-WM am Königssee erstmals geschlagen geben. Der 31-Jährige, der mit einem Sieg Rekord-Weltmeister geworden wäre, kam am Samstag trotz einer Führung nach dem ersten Durchgang am Ende auf Rang zwei und gewann damit WM-Silber. Zuvor hatte der Olympiasieger von 2010 und 2014 alle acht bisherigen Weltcuprennen gewonnen und sich den Sieg im Gesamtklassement bereits gesichert.

Rodel-WM: Weltmeister Roman Repilov (Mitte) wird Weltmeister vor Felix Loch (links) und David Gleirscher.

Weltmeister wurde Titelverteidiger Roman Repilow vom russischen Rodelverband vor Loch und dem Österreicher David Gleirscher. Max Langenhan (Friedrichroda) wurde Vierter und verpasste die Medaille nur hauchdünn. Johannes Ludwig (Oberhof) kam auf den fünften Platz. Nach einem Urteil des Internationalen Sportgerichtshofes zum Staatsdoping in Russland müssen russische Sportler in neutraler Kleidung, ohne Nationalflagge oder Hymne und ohne Länderbezeichnung bei den Weltmeisterschaften an den Start gehen.

dpa

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