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"Eine Frau fragt man auch nicht nach dem Alter"

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Sebastian Vettel in Jerez © dpa

Jerez - Weltmeister Sebastian Vettel ist bei den Testfahrten wieder in seinem Element. Sein neues Auto gefällt ihm auf den ersten Eindruck. Fragen zu dessen Namen und seiner Zukunft lässt er offen.

Sebastian Vettel drückt wieder die Schulbank. Genau genommen kauert er wenige Zentimeter über dem Asphalt in einem Geschoss namens RB9 und lernt. Sekunde um Sekunde, Minute um Minute, Runde um Runde. Er lernt seinen neuen Partner kennen, den noch namenlosen Roten Bullen, den sein Team um Chefdesigner Adrian Newey über den Winter entwickelt hat. Und Sebastian Vettel lernt fleißig. Schließlich will der Heppenheimer zum vierten Mal in Folge Formel-1-Weltmeister werden.

„Wir müssen hier unsere Hausaufgaben machen. Es ist vielleicht nicht der spannendste Teil der Saison, aber ich hatte heute trotzdem Spaß. Es ist also nicht so langweilig“, sagte Vettel nach seinem ersten Tag im neuen Boliden.

Wenn der Weltmeister kommt, verändert sich schlagartig der Pulsschlag im Fahrerlager. Wie ein Magnet ziehen die Red-Bull-Trucks die Massen an, jeder will einen kurzen Blick auf Vettel werfen, ein Wort erhaschen oder sogar ein Autogramm. Sogar den Weg zum Mittagessen musste sich der 25-Jährige durch die Fans bahnen.

Seine Ruhe findet Vettel auch im spanischen Jerez wohl am ehesten im eigenen Auto. Nachdem Teamkollege Mark Webber zwei Tage lang fleißig seine Runden gedreht hatte, stieg Vettel mit dem Wissen ein, vor bösen Überraschungen gefeit zu sein.

Vettel: Das ist sein neuer Red Bull

„Das Auto läuft, ist zuverlässig, keine gröberen Probleme“, kommentierte Vettel dann auch seine 102 Runden auf dem Circuito de Jerez: „Was den Speed angeht, scheint es in Ordnung zu sein, es ist ein Schritt nach vorne im Vergleich zum letzten Jahr.“ Zudem scheint der RB9 „ein bisschen mehr Grip in schnellen Kurven“ zu haben.

Viel mehr wollte der Weltmeister dann aber auch nicht preisgeben. „Ich bin kein Fan davon, nach einem Tag ein Urteil über das Auto abzugeben“, sagte Vettel: „Uns war es wichtig, viele Runden zu fahren, und für mich war es wichtig, einigermaßen den Rhythmus zu finden. Das hat Gott sei Dank ohne größere Komplikationen geklappt.“

Es war nur der Start in die Mission vierter Titelgewinn. Für Vettel ist deshalb klar: „Die Zielsetzung ist ganz klar: Unsere beiden Titel zu verteidigen. Aber da sind wir im Moment noch weit weg davon, wir haben gerade erst angefangen.“

Blieben noch die Fragen nach dem Namen des neuen Bullen und seiner eigenen Zukunft. Letztere blockte Vettel wieder einmal ab: „Das ist wie bei einer Frau, die fragt man auch nicht nach dem Alter. Über Verträge redet man nicht.“

Was die Namensfindung angeht - um die geht es wie üblich während eines Abendessens in der Woche vor dem Saisonauftakt am 17. März in Melbourne. „Wir suchen unter den zahlreichen Vorschlägen den besten aus“, sagt Vettel und freut sich schon auf die gewagtesten Kreationen. Gesucht wird die Nachfolgerin von „Luscious Liz“, „Kinky Kylie“ und „Abbey“ - immerhin allesamt Weltmeisterinnen.

sid

Die Formel 1 2013: Alle Fahrer und ihre Autos

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