Sutil-Prozess: Hamilton kein Zeuge beim Auftakt

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Adrian Sutil (l.) und Lewis Hamilton.

München - Der ehemalige Formel-1-Weltmeister Lewis Hamilton wird beim Auftakt des Prozesses gegen seinen Fahrer-Kollegen Adrian Sutil am kommenden Montag in München nicht als Zeuge bereitstehen.

Sutil muss sich vor dem Amtsgericht wegen gefährlicher Körperverletzung verantworten. Ihm wird vorgeworfen, im April 2011 am Rande des Großen Preises von China den Luxemburger Geschäftsmann und Renault-Teilhaber Eric Lux in einer Diskothek mit einem Glas am Hals verletzt zu haben. Nach Sutils Meinung ist die Verletzung unabsichtlich entstanden.

Adrian Sutil war von Eric Lux angezeigt worden, nachdem eine außergerichtliche Einigung nicht zustande gekommen war. Zunächst sind zwei Verhandlungstage am 30. und 31. Januar angesetzt, die Staatsanwaltschaft hat ein Jahr Haft auf Bewährung gefordert.

Die Formel-1-Weltmeister seit 1969

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Lewis Hamilton war an dem besagten Abend ebenfalls in der Diskothek gewesen und hatte sich als Zeuge angeboten. Der Weltmeister von 2008 musste nun jedoch sein Erscheinen am Montag absagen, da er kurz vor der Präsentation des neuen McLaren-Mercedes am 1. Februar im Werk im englischen Woking unabkömmlich sei.

Wie der britische Sender BBC berichtete, habe Hamiltons Anwalt jedoch angekündigt, dass sein Mandant später zu einer Aussage zur Verfügung stünde. McLaren bestätigte später, dass dieser BBC-Bericht korekt sei.

Unabhängig vor der juristischen Auseinandersetzung mit Eric Lux bangt Adrian Sutil um seine Zukunft in der Formel 1. Sein Vertrag bei Force India war Ende 2011 ausgelaufen, seinen Platz dort übernahm der bisherige Testfahrer Nico Hülkenberg. Sutil hatte anschließend auf ein Cockpit bei Williams gehofft, dieses erhielt jedoch Ayrton Sennas Neffe Bruno Senna. Sutil droht damit zumindest 2012 ein Jahr auf der „Ersatzbank“.

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