Eklat wegen einer Zwiebel

Kunde bittet bei Aldi um Gefallen - doch er wird verprellt: „Frechheit allen armen Menschen gegenüber“

Nicht alles, was Aldi-Kunden in ihren Warenkorb legen, dürfen sie auch kaufen.
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Nicht alles, was Aldi-Kunden in ihren Warenkorb legen, dürfen sie auch kaufen.

Statt einem Gefallen bekommt er vom Personal nur eine „pampige“ Absage: Ein Aldi-Kunde äußert sich verärgert über einen Vorfall in einer Aldi-Filiale.

  • Ein Kunde möchte in einer Aldi -Filiale eine heruntergefallene Zwiebel kaufen.
  • Der Filialleiter entsorgt die Zwiebel.
  • Die dürftige Begründung schockiert denKunden.

Düsseldorf - Der Trend geht aktuell dahin, Lebensmittel lieber unverpackt anzubieten und unverkaufte Produkte zu spenden - anstatt diese wegzuschmeißen. Doch noch lange nicht jeder Supermarkt ist auf diesen Zug aufgesprungen. Ein Aldi-Kunde berichtet von seiner Erfahrung.

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Aldi: Kunde ist verärgert über Filialleiter

In einem Aldi in Düsseldorf ist einem Kunden eine heruntergefallene, einzelne Zwiebel aufgefallen. Da der Kunde ohnehin nur eine Zwiebel kaufen wollte, hat er den Filialleiter gefragt, ob er die Zwiebel einfach einzeln kaufen könne. Diese Bitte sei jedoch abgelehnt worden. Über Facebook beschrieb er die „pampige“ Antwort des Filialleiters, „dass dies nicht möglich sei und sie weggeworfen wird!“.

Auf Facebook antwortet Aldi dem Kunden. So sei es nicht möglich, „Zwiebeln und andere abgewogene Produkte einzeln zu verkaufen.“ Weiterhin schrieb das Unternehmen, dass unverkäufliche aber verzehrfertige Produkte im Normalfall an die Tafeln oder andere Einrichtungen gespendet würden. Warum diese Zwiebel letztendlich trotzdem weggeschmissen wurde, beantwortete Aldi nicht.

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Aufregung wegen Zwiebel: Nicht jede Aldi-Filiale reagiert gleich

Ebenfalls unter dem Facebook-Post hat sich eine weitere Kundin zu Wort gemeldet, die von einem glücklichen Ausgang in der gleichen Situation berichtet. In ihrem Fall wurde ihr das Produkt von Aldi* einfach geschenkt, bevor es den Weg in den Mülleimer gefunden hätte.

Das hätte sich wohl auch der verärgerte Kunde gewünscht. Er kritisierte das Vorgehen des Filialleiters: „Es werden in Deutschland so viele Lebensmittel weggeworfen und gerade hier ist es wieder passiert. Das ist eine Frechheit allen armen Menschen gegenüber!“ Tatsächlich werden nach Welthungerhilfe immer noch jährlich rund elf Millionen Tonnen Lebensmittel in Deutschland weggeworfen. Ein Grund, warum sich der Kunde nun überlegt, nicht mehr bei Aldi* einzukaufen.

Schon längst sind viele Supermarkt-Ketten auf den Trend aufgesprungen, ihrAngebot nachhaltiger zu gestalten. Dass dieses Ziel jedoch nicht überall verfolgt wird und nicht immer gelingt, bestätigt dieser Fall ein weiteres Mal.

*Merkur.de gehört zum bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerk

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