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Corona-Tests, Krankmeldung, Gaspreise: Das ändert sich im Oktober

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Von: Marcel Guboff

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Corona-Schnelltests, Lohnfortzahlung bei Quarantäne für Ungeimpfte und „eRezepte“ in der Apotheke. Das ändert sich im Oktober für Verbraucher.

Hamm - Der Oktober bringt nicht nur kürzere und kühlere Nächste, sondern auch einige Änderungen für die Bürger in Deutschland mit sich. Sie betreffen unter anderem die Corona-Schnelltests. Aber auch in Sachen Finanzen, Energiekosten sowie im Gesundheitswesen gibt es Neuerungen. Wir listen auf, was sich im Oktober ändert.

LandDeutschland
HauptstadtBerlin
Bevölkerung83.155.031 (31. Dezember 2020)

Das ändert sich im Oktober: Corona-Schnelltests nicht mehr kostenlos

Ab dem 11. Oktober sind die Corona-Schnelltests nicht mehr kostenlos. Ungeimpfte müssen sie ab diesem Datum selbst zahlen. Das negative Testergebnis benötigen sie als Nachweis, um Zugang zu Restaurants oder Veranstaltungen zu bekommen. Für Menschen, die sich nicht impfen lassen können beziehungsweise dürfen sowie für Kinder unter 12 Jahren bleibt das Angebot gratis.

Die entsprechende Verordnung des Bundesgesundheitsministeriums legt aber weitere Regeln für den Übergang fest. So können sich Kinder und Jugendliche von 12 bis 17 Jahren sowie Schwangere noch bis zum 31. Dezember 2021 mindestens einmal pro Woche gratis testen lassen.

„Zwar besteht für diese Personen seit August bzw. September 2021 eine generelle Impfempfehlung der ständigen Impfkommission. Um diesen Personen ausreichend Zeit zu gewähren, sich über die bestehenden Impfangebote zu informieren und einen vollständigen Impfschutz zu erlangen, haben sie bis Ende des Jahres weiterhin einen Anspruch auf kostenlose Testung“, heißt es in der Begründung des Bundesgesundheitsministeriums.

Der Preis für einen Corona-Schnelltest, den Ungeimpfte dann zahlen müssen, steht noch nicht fest. Gerechnet wird mit Kosten von 15 bis 20 Euro. Wie viele Teststellen ihr Angebot nach dem 11. Oktober aufrechterhalten, ist ebenfalls weitgehend unklar.

Das ändert sich im Oktober: Keine Lohnfortzahlung für Ungeimpfte in Quarantäne

Für Verdienstausfälle wegen einer angeordneten Corona-Quarantäne werden Ungeimpfte im Normalfall nicht mehr entschädigt. Einen bundesweit einheitlichen Starttermin gibt es nicht, aber die Bundesländer wollen diese Regelung im Laufe des Oktobers umsetzen.

Im Bund-Länder-Beschluss ist der 1. November 2021 als spätester Termin vorgesehen. Das Land Nordrhein-Westfalen jedoch bleibt bei seinem ursprünglichen Plan. Dort gilt die Regel bereits ab dem 11. Oktober.

Das ändert sich im Oktober: Elektronische Rezepte

Nach einer Testphase in Berlin und Brandenburg können Arztpraxen vom 1. Oktober an bundesweit freiwillig elektronische Arzneimittelrezepte ausstellen. Patienten können die eRezepte dann zum Beispiel per Smartphone verwalten. Allerdings bleibt auch ein Papierausdruck möglich. Ab Januar ist das eRezept für verschreibungspflichtige Medikamente ein Muss.

Das ändert sich im Oktober: Digitale Krankmeldung statt „gelber Schein“

Die elektronische Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung (eAU) startet ab dem 1. Oktober. Von da an müssen Versicherte ihre Krankmeldung nicht mehr selbst an die Krankenkasse übermitteln. Das übernehmen die Vertragsärzte.

Dennoch erhält der Patient zunächst nach wie vor eine AU in Papierform, um diese an den Arbeitgeber weiterreichen zu können. Ab 2022 soll Weiterleitung an den Arbeitgeber aber von den Krankenkassen übernommen werden.

Das ändert sich im Oktober: Soziale Netzwerke

Beim „Netzwerkdurchsetzungsgesetz“, das Hass und Hetze im Netz bekämpfen soll, wird ein „Gegenvorstellungsverfahren“ eingeführt. Soziale Netzwerken wie Facebook müssen ihren Nutzern damit die Möglichkeit geben, sich außergerichtlich gegen die Sperrung vermeintlich illegaler Inhalte zu wehren. So können die Betroffenen etwa eine individuelle Begründung für die Löschung ihrer Beiträge verlangen.

Das ändert sich im Oktober: Inkassogebühren

Erleichterung für Schuldner kleiner Beträge: Inkasso-Dienstleister müssen Betroffene schon beim ersten Kontakt in der Regel informieren, in wessen Auftrag sie handeln, um welchen Vertrag es geht und welche Kosten bei Verzug entstehen könnten.

Bei kleinen Forderungen bis 50 Euro sollen die Inkassokosten, die Schuldner zusätzlich zahlen müssen, nicht höher ausfallen als die Forderung selbst. Wichtige Teile des Gesetzes treten am 1. Oktober in Kraft.

Das ändert sich im Oktober: Stalking

Wer einer anderen Person regelmäßig auflauert oder sie wiederholt belästigt, landet schneller vor Gericht als bisher. Zuletzt musste den Tätern „beharrliches“ Nachstellungsverhalten nachgewiesen werden, das das Leben des Opfers „schwerwiegend“ beeinträchtigt.

Ab Oktober reicht es bereits aus, jemanden „wiederholt“ zu belästigen und dessen Leben damit „nicht unerheblich“ zu beeinträchtigen. Verschärft wird außerdem das Strafmaß: Konnten bisher wegen Stalkings maximal drei Jahre Gefängnis verhängt werden, sind nun auch fünf Jahre Freiheitsstrafe möglich.

Darüber hinaus steht ab Oktober auch das digitale „Cyberstalking“ ausdrücklich unter Strafe - etwa wenn jemand auf die Social-Media-Konten oder die Bewegungsdaten seines Opfers zugreift.

Das ändert sich im Oktober: Zeitumstellung

Im letzten Oktober-Wochenende wird - wie in jedem Jahr - die Zeit umgestellt. Es geht von Sommer- auf Winterzeit.

Konkret bedeutet das: In der Nacht von Samstag. 30. Oktober, auf Sonntag, 31. Oktober, wird die Uhr von 3.00 auf 2.00 Uhr zurückgestellt. Die Nacht ist eine Stunde länger. Dazu wird es morgens früher hell, abends aber auch früher dunkel.

Das ändert sich im Oktober: Energiekosten-Vergleich

Größere Tankstellen sind vom 1. Oktober an verpflichtet, einen Kostenvergleich verschiedener Energieträger wie Benzin, Diesel, Strom, Erdgas oder Wasserstoff in Euro je 100 Kilometer an Zapfsäulen oder im Verkaufsraum auszuhängen. Die neuen Regeln sollen helfen, Verbraucher für alternative Antriebe zu sensibilisieren.

Apropos Gas: Viele Anbieter haben nach Angaben der Vergleichsportale Verivox und Check24 angekündigt, die Gaspreise erhöhen zu wollen. Es gibt aber für Verbraucher Tipps, um den großen Preis-Schock zu vermeiden.

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