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Austausch der Heizung: Geld sparen dank Zusatzbonus und Zuschuss

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Von: Sven Schneider

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Genug von der alten Gas- oder Ölheizung? Es soll eine neue her? Der Austausch wird gefördert. Die Maßnahmen entscheiden über das Geld, das Sie zurückbekommen.

Hamm - Wer langfristig auf erneuerbaren Energien beim Heizen des Hauses oder der Wohnung in Nordrhein-Westfalen und ganz Deutschland setzt, wird von einigen Förderprogrammen belohnt. Zwar geht der Austausch oder die Optimierung der alten Öl- oder Gasheizung mit teils hohen Kosten einher. Die Maßnahme jedoch lohnt sich besonders langfristig.

Schon bei der Energieberatung können Interessierte ordentlich Geld sparen. Denn diese wird über das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) mit bis zu 80 Prozent gefördert, wie die Verbraucherzentrale erklärt. Dabei kann ein individueller Sanierungsplan erstellt werden, der anschließend einen Zusatzbonus aktiviert, sollte eine Sanierung in den Bereichen Gebäudehülle, Anlagentechnik und Heizungsoptimierung anstehen.

Heizung austauschen: Antrag auf Förderung und Zuschuss frühzeitig stellen

Wer über einen Austausch oder eine Optimierung der Heizung nachdenkt, obwohl das Verbot von Gasheizungen gekippt wurde, sollte frühzeitig handeln. Die Förderung in Form eines Zuschusses muss jeweils beim BAFA online beantragt werden. Die Bearbeitung kann einige Zeit dauern. Sobald der Antrag über das elektronische Antragsformular gestellt ist, kann es wie folgt ablaufen:

  1. Maßnahmen werden durchgeführt
  2. Die erforderlichen Unterlagen werden online eingereicht
  3. Zuschuss wird ausgezahlt

Doch welche Kosten sind überhaupt förderfähig beim Austausch oder der Optimierung der Heizung? Die werden in drei Gruppen unterteilt. So werden Anschaffungskosten des Wärmeerzeugers, Kosten für die Installation und die Inbetriebnahme sowie Kosten für notwendige Umfeldmaßnahmen gefördert.

Heizung austauschen: Maßnahmen entscheiden über höhe der Förderung

Wie hoch die Förderung ausfällt, hängt von den geplanten Maßnahmen ab. So wird unterschieden zwischen Heizungsaustausch und -optimierung. Wer bei der Heizungsoptimierung von Anlagen, die älter als zwei Jahre sind, einen hydraulischen Abgleich machen lässt, Heizungspumpen austauscht, die Vorlauftemperatur und die Pumpenleistung anpasst, die Rohrleitungen dämmt oder Flächenheizungen, Niedertemperaturheizkörpern und Wärmespeicher einbaut, wird laut Verbraucherzentrale bis zu 15 Prozent gefördert.

Wer das Heizsystem gar komplett austauscht und auf erneuerbare Energien umsteigt, profitiert ebenso. Nicht jedes Haus eignet sich für jedes Heizungssystem. So ist die Wärmepumpe aktuell sehr prominent, allerdings ist meist ein Ausbau des Kellers nötig.

Wer über einen Austausch oder eine Optimierung der Heizung nachdenkt, sollte die Dämmung des Hauses näher betrachten. Denn je weniger Wärme eine Heizung liefern muss, desto geringer kann dessen Energie sein. Heimwerker können das Haus selbst dämmen. Zusätzlich werden Dämmmaßnahmen des Hauses ebenfalls von der BAFA mit bis zu 15 Prozent gefördert. Seit dem 15. August 2022 ist ein Antrag möglich.

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