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Biss von Kriebelmücke erkennen und vorsorgen - Blutvergiftung droht

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Von: Sven Schneider

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Der Biss einer Kriebelmücke ist schmerzhaft und unterscheidet sich vom Stich einer herkömmlichen Mücke. Wie sie ihn erkennen und verhindern können.

Hamm - Man genießt einen lauen Sommerabend im Freien, und plötzlich fängt die Haut an zu jucken. Den Stich einer Mücke bemerkt man zumeist erst dann, wenn es zu spät ist. Besonders bei der Kriebelmücke sollten Menschen jedoch aufpassen. Die etwa sechs Millimeter großen Kriebelmücken beißen anstatt zu stechen. Die Folgen sind schmerzhaft - und können im schlimmsten Fall zur Blutvergiftung führen.

Wer sich in den heimischen vier Wänden befindet, der muss die Kriebelmücke nicht fürchten. Denn anders als die herkömmliche Mücke, die der Einladung offener Fenster nachkommt und uns oft im Schlaf attackiert und eben jenen raubt, ist die Kriebelmücke in der Natur zuhause.

Kriebelmücke: Vorsorgen und Biss erkennen - Blutvergiftung möglich

Opfer sind zumeist Weidetiere wie Kühe und Pferde. Besonders in der Nähe von Gewässern fühlen sich Kriebelmücken wohl. Wer sich dort aufhält, kann sich mit langer Bekleidung vor einem Biss schützen. Falls dies nicht gelingt, gilt besonders eine Regel: nicht kratzen.

Besonders im Sommer ist Hochsaison. Unbemerkt setzt sich die Kriebelmücke auf die Haut des Menschen. Mit ihrem buckeligen Körperbau ähneln die Kriebelmücken eher den Fliegen. Statt einem Saugrüssel sind sie jedoch mit kräftigem Beißwerkzeug ausgestattet, mit dem sie problemlos die Haut öffnen können.

Kriebelmücke beißt normalerweise Weidetiere wie Kühe und Pferde

Aus der sich nun bildenden Blutpfütze trinken sie nun. Damit eben jenes nicht gerinnt, pumpt die Kriebelmücke ihren gerinnungshemmenden Speichel in die Wunde. Die Wunde ist anschließend als kleiner Blutpunkt erkennbar. Anschließend schwillt die betroffene Stelle an, beginnt zu jucken oder gar zu schmerzen.

Wie bei fast allen anderen Insektenstichen auch sollte die betroffene Stelle gekühlt werden. Hydrocortison, enthalten in anti-allergischen Cremes, wirken oftmals Wunder. Doch auch bei extrem starken Juckreiz sollte der Biss der Kriebelmücke nicht mit den Fingernägeln bearbeitet werden.

Kriebelmücke überträgt keine ansteckenden Krankheiten

Denn über die könnten Keime in die Wunde gelangen. Im schlimmsten Fall könnte sich daraus eine Blutvergiftung bilden. Die Symptome sind Unwohlsein, Kreislaufprobleme, Fieber und Schüttelfrost. Ebenso können starke allergische Reaktionen auftreten. Sollte die betroffene Stelle auch nach Tagen noch stark angeschwollen sein, sollte ein Arzt aufgesucht werden.

Grund zur Beunruhigung gibt es aber nicht. Denn anders als beispielsweise die Tigermücke, die sich auch in Nordrhein-Westfalen und ganz Deutschland breit macht, überträgt die Kriebelmücke keine ansteckenden Krankheiten.

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