Einkaufen bei Rewe, Edeka, Lidl und Aldi

Betrifft der Lockdown Supermärkte? Das sind die neuen Corona-Regeln

Der harte Lockdown gilt in ganz Deutschland ab dem 16. Dezember. Doch müssen dann auch Supermärkte wie Rewe, Aldi, Edeka und Lidl schließen?

  • Bund und Länder haben sich auf neue Coronavirus-Regeln bis ins neue Jahr geeinigt.
  • Auch der Groß- und Einzelhandel ist von den neuen Maßnahmen betroffen.
  • Für NRW gilt im Dezember eine neue Corona-Schutzverordnung. (News zum Coronavirus)

Hamm - Während beim ersten Lockdown im Frühjahr 2020 viele Einzelhändler schließen musste, blieben Aldi, Lidl, Rewe, Edeka, Kaufland und Co. geöffnet. Was gilt für den zweiten Lockdown ab dem 16. Dezember? Beim Einkaufen müssen Kunden seit Anfang Dezember strengere Corona-Regeln im Supermarkt beachten. Kommt mit dem harten Shutdown, der am Sonntag beim Coronavirus-Gipfel beschlossen wurde, jetzt auch die Schließung von Supermärkten und Discountern?

LandNRW
LandeshauptstadtDüsseldorf
Fläche34.110,26 Quadratkilometer
Gründung23. August 1946

Für den Lockdown gelten jetzt folgende Regeln: Alle Geschäfte des Einzelhandels sind ab Mittwoch, 16. Dezember, geschlossen, bis auf Läden des täglichen Bedarfs. Nur Supermärkte, Apotheken und Drogerien bleiben geöffnet. Grund zu Hamsterkäufe von Lebensmitteln und Medikamenten besteht also nicht. Der Lockdown wird voraussichtlich bis zum 10. Januar 2021 andauern.

Neue Corona-Regeln zum Einkaufen: Zahl der Kunden in Supermärkten beschränkt

Ab dem 16. Dezember schließt fast alles in ganz Deutschland. Der harte Lockdown wurde am 13. Dezember bei der Bund-Länder-Konferenz beschlossen. Ausnahmen gelten für Supermärkte und einige weitere Läden, die für den täglichen Bedarf wichtig sind. Diese Geschäfte werden nicht geschlossen:

  • Geschäfte für Lebensmittel
  • Wochenmärkte für Lebensmittel
  •  Direktvermarkter von Lebensmitteln
  • Abhol- und Lieferdienste
  • Getränkemärkte
  •  Reformhäuser
  • Babyfachmärkte
  • Apotheken
  • Sanitätshäuser
  • Drogerien
  • Optiker
  • Zeitungsverkauf
  • Hörgeräteakustiker
  • Tankstellen
  • Kfz- und Fahrradwerkstätten
  • Banken und Sparkassen
  • Poststellen
  • Reinigungen
  • Waschsalons
  • Tierbedarfsmärkte
  • Futtermittelmärkte
  • Weihnachtsbaumverkauf
  • Großhandel

Während beim ersten Lockdown zum Beispiel auch Einrichtungshäuser wie Ikea schließen mussten, blieben im Teil-Lockdown alle Bereiche des Handels offen. Allerdings mit strengeren Regeln: In kleineren Geschäften von einer Größe bis zu 800 Quadratmeter war ein Kunde pro zehn Quadratmeter erlaubt - bei größeren Läden ab 800 Quadratmeter wird die Quadratmeterzahl auf 20 Quadratmeter pro Kunden im Ladenlokal verdoppelt. In großen Supermärkten dürfen also in der Regel nur noch halb so viele Menschen gleichzeitig einkaufen.

Auch die Maskenpflicht wurde Ende November verschärft. Kunden müssen nicht nur beim Betreten des Ladenlokals einen Mund-Nasen-Schutz tragen, sondern bereits vor den Geschäften und auf dem Parkplatz. Viele Supermärkte schreiben zudem den Kunden vor, dass sie einen Einkaufswagen nutzen müssen, die zum Großteil vor Ort desinifziert werden können. Einige Händler reduzieren die Zahl der Einkaufswagen und können so die maximale Kundenzahl regulieren. Discounter wie Aldi und Lidl sowie die Supermärkte von Edeka, Rewe, Kaufland, Netto und Co. hatten damit bereits während des ersten Lockdowns gute Erfahrungen gemacht. So hat Aldi Nord bereits eine Social-Media-Kampagne gestartet, bei der Kunden darauf hingewiesen werden, auch bei kleineren Einkäufen immer einen Einkaufswagen zu nehmen.

Einkaufen trotz Corona: Regeln gegen Hamsterkäufe von Klopapier und Co.

Einige Supermärkte gehen auch schon wieder dazu über einige Produkte zu rationieren, etwa Mehl und Toilettenpapier. Heißt: Besonders nachgefragte Produkte dürfen nur in reduzierter Stückzahl bei Rewe, Kaufland, Edeka, Netto und Co. gekauft werden. Tatsächlich ist bereits die Nachfrage nach Klopapier wieder gestiegen. Kaum stiegen die Infektionen mit dem Coronavirus wieder an, schon waren im Supermarkt die Regale leergeräumt. Es war kein subjektiver Eindruck: Laut Auswertung des Statistischen Bundesamtes waren „Verkaufszahlen von Toilettenpapier in der 42. Kalenderwoche vom 12. bis 17. Oktober 2020 fast doppelt so hoch (+89,9 %) wie im Durchschnitt“, berichtet hna.de*.

Hamsterkäufe sind allerdings völlig überflüssig, sagen Vertreter von Discountern übereinstimmend. Die Versorgung sei sichergestellt und es bestehe keine Notwendigkeit für Hamsterkäufe, betont laut ruhr24.de* ein Sprecher von Lidl. Zudem gebe es nach den Erfahrungen während des ersten Lockdowns im Frühjahr noch weniger Gründe für Hamsterkäufe. Die Discounter haben Frühwarnsysteme eingebaut. Wenn Waren wie Klopapier, Nudeln oder Hefe stark nachgefragt werden, können diese verstärkt geliefert werden, heißt es bei Aldi.

Einkaufen trotz Corona: Social-Media-Bilder fördern Hamsterkäufe

Einen weiteren Appell richten Einzelhändler an ihre Kunden. Wer im Supermarkt einkauft und leere Regale sieht, sollte davon kein Bild in sozialen Netzwerken teilen. Denn diese Bilder, die an den vergangenen Tagen wieder verstärkt bei Facebook, Instagram und Co. geteilt worden sind, lösen bei vielen Kunden Druck aus. Sie bekommen das Gefühl, es bestehe bei Aldi, Lidl, Rewe, Kaufland, Edeka und Co. tatsächlich eine Knappheit bei gewissen Waren. Dadurch kommt es zu weiteren Hamsterkäufen. *ruhr24.de, msl24.de und hna.de sind Teil des Ippen-Digital-Netzwerks

Rubriklistenbild: © Oliver Berg / dpa

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