Vorrat richtig lagern

Gemüse und Obst: Was nicht in den Kühlschrank gehört - und wie es trotzdem lange frisch bleibt

Einige Sorten Obst und Gemüse sind auch ohne Kühlschrank lange haltbar. Manche Lebensmittel sollten auch gar nicht gekühlt werden. Wir haben dazu einige Tipps.

  • Gerade im Sommer wollen viele ihr Obst und Gemüse eher kühl lagern.
  • Niedrige Temperaturen tun aber nicht allen Früchten gut.
  • Besonders Tomaten gehören auf keinen Fall in den Kühlschrank.

NRW - Lebensmittel richtig lagern will gelernt sein. Denn wenn die Vorräte an der richtigen Stelle mit der idealen Temperatur aufbewahrt werden, halten sie länger. Das kann Verbrauchern am Ende einige Euro sparen, berichtet RUHR24.de*. Auch bei Obst und Gemüse gibt es einige Spielregeln.

Frucht

Tomate

Wissenschaftlicher Name

Solanum lycopersicum

Familie

Nachtschattengewächse (Solanaceae)

Ordnung

Nachtschattenartige (Solanales)

Obst und Gemüse im Kühlschrank lagern: Das gibt es dabei zu beachten

Nicht alles, was am liebsten kalt genascht wird, gehört auch in den Kühlschrank. Häufig kommt es bei der Lagerung von Obst und Gemüse zu Fehlern. Die Konsequenz: Die Früchte verderben schneller oder schmecken einfach nicht.

Wer richtig lagert, wirft weniger weg und kann am Ende also noch Geld sparen. Einiges sollte aber unbedingt gekühlt aufbewahrt werden: etwa Erdbeeren und andere Beeren. Diese sind bei der Lagerung nämlich anspruchsvoller, als anderes Obst (alle Ratgeber- und Service-Themen auf RUHR24.de*)

Richtig lagern: So bleiben Obst und Gemüse länger frisch

Nach dem Einkauf sollten die Beeren schnell dunkel gelagert werden, der Kühlschrank eignet sich dafür am besten. Um ihren natürlichen Schutzfilm nicht zu zerstören, sollten Erdbeeren und Co. erst vor dem Essen gewaschen werden.

Auch anderes Obst und Gemüse hat es lieber kühl. Ein Apfel kann im Kühlschrank beispielsweise wochenlang frisch und knackig bleiben, wie die Webseite Deutsches Obst und Gemüse berichtet. Auch Birnen fühlen sich dort wohl. Wer diese für den süßeren Geschmack etwas nachreifen lassen möchte, kann sie allerdings auch einige Tage in der Obstschale aufbewahren.

Obst und Gemüse: Nicht alle Früchte gehören in den Kühlschrank

Bei Beeren und Äpfeln neigen wohl viele schon intuitiv zur Aufbewahrung im Kühlschrank. Dennoch passieren immer wieder Fehler. Wie der NDR berichtet, werden in Deutschland pro Jahr immer noch 75 Kilogramm Lebensmittel pro Kopf weggeworfen - der Großteil davon Obst und Gemüse.

Obwohl viele sie bevorzugt dort aufbewahren, haben Tomaten im Kühlschrank nichts zu suchen.

Eine Gemüse-Art, die von besonders vielen falsch gelagert wird, sind Tomaten. Die rote Frucht besteht zum Großteil aus Wasser und landet daher bei vielen im Kühlschrank. Doch Vorsicht: Ausgerechnet dort sind sie weniger lange haltbar und verlieren ihr Aroma.

Obst und Gemüse aufbewahren: Die Tomate gehört nicht in den Kühlschrank

Außerhalb des Kühlschranks, bei Zimmertemperatur, halten sich Tomaten bis zu zwei Wochen. Auch Paprika, Auberginen und Zucchini bleiben besser draußen. Sie vertragen die Kälte im Kühlschrank nicht und sind durch ihre dicke Schale bereits gut gegen Keime geschützt.

Generell kann die richtige Lagerung die Haltbarkeit von einigen Lebensmitteln verlängern*. Bei vielen Gemüse-Sorten empfiehlt es sich sogar, die Produkte in ein feuchtes Tuch zu schlagen und darin im Kühlschrank aufzubewahren. Dazu gehören etwa:

  • Sämtliche Sorten Salat
  • Gurken (im Gemüsefach des Kühlschranks)
  • Möhren und Karotten (können alternativ auch in ein Glas Wasser gestellt werden)
  • Rhabarber
  • Spargel
  • Steinobst wie Zwetschgen und Pflaumen

Diese Obst- und Gemüse-Sorten brauchen im Kühlschrank eine Sonderbehandlung

Für Wurzelgemüse wie die Pastinake, Schwarzwurzel, schwarzen Rettich und rote Bete gibt es außerdem noch einen besonderen Tipp: Dieses Gemüse fühlt sich besonders wohl, wenn es in einer Aufbewahrungsdose in feuchtem Sand gelagert wird.

Kartoffeln und Zwiebeln sollten übrigens auch nicht im Kühlschrank gelagert werden. Bei Licht und Wärme fangen beide schnell an zu keimen und werden dadurch ungenießbar. Gerade bei Kartoffeln gibt es einige Tipps, die die Knolle länger genießbar machen*. Am wohlsten fühlen sie und die Zwiebel sich im Keller. lz *RUHR24.de ist Teil des Ippen-Digital-Netzwerks.

Rubriklistenbild: © Karl-Josef Hildenbrand/Johannes Eisele/dpa; Collage: RUHR24

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