Babynahrung im Check

Babybrei im Test: Beliebte Hersteller schneiden bei Öko-Test mies ab

Öko-Test hat Babynahrung in Gläschen genau unter die Lupe genommen.
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Öko-Test hat Babynahrung in Gläschen genau unter die Lupe genommen.

Öko-Test hat Babybrei unter die Lupe genommen und die Inhaltsstoffe untersucht. Besonders beliebte Marken haben nicht gut abgeschnitten.

  • Öko-Test hat rund 20 Gläser mit Babynahrung unter die Lupe genommen.
  • Die Ergebnisse sind nicht für alle namhaften Hersteller erfreulich.
  • Nicht alles, was einen gesunden Eindruck erweckt, ist auch wirklich gut für die Kleinen.

NRW - Unterwegs oder wenn es mal schnell gehen muss, den Kleinsten eine leckere, ausgewogene Mahlzeit bieten: Dafür ist fertige Babynahrung wohl eigentlich gedacht. Gerade wenn es um die Ernährung des Nachwuchses geht, wollen viele Eltern dem Kind nur das Beste bieten. Öko-Test hat nun rund 20 verschiedene Sorten Babynahrung unter die Lupe genommen, wie RUHR24.de* berichtet.  

Öko-Test kontrolliert Babybrei: nur wenig echtes Obst in herkömmlicher Babynahrung

Wirklich bedenklich ist keineder Sorten. Wie Öko-Testberichtet, sind in keinem der 20 getesteten Babybrei-Gläschen Pestizide oder andere Gifte nachgewiesen worden. Was Öko-Test allerdings bemängelt ist der auffällig geringe Fruchtanteil in Babynahrung (alle Service-Artikel bei RUHR24*)

Statt echten, puren Obstbrei zu verwenden, schummeln viele Hersteller, darunter auch namhafte, beliebte Marken, mit angedicktem Fruchtsäften. So erhöht sich der Anteil an Fruchtzucker und damit der für Babys ansprechende Geschmack, während der Nährstoffgehalt sinkt.

Babybrei: Kein "Sehr gut" im Öko-Test von Babynahrung im Gläschen

Getestet wurden ausschließlich Breie, die auf Obst basieren sollen, bis auf zwei alle in Bio-Qualität. Mit der Note "Sehr gut" schnitt allerdings keins der Produkte ab. Öko-Test konnte immerhin neun Gläschen Babynahrung mit einem "Gut" auszeichnen, darunter:

  • Alnatura Birne mit Heidelbeere
  • Alnatura Birne pur
  • DM Bio Mango in Apfel
  • DM Bio Pflaume in Apfel
  • Hipp Erdbeere mit Himbeere in Apfel
  • Hipp Pfirsich in Apfel
  • Holle Apfel & Birne mit Aprikose
  • Holle Apfel & Pfirsich
  • Lebenswert Bio Apfel mit Mango Pur

Babynahrung: Gläschen werden wegen Deckel schlechter von Öko-Test bewertet

Wohl besonders ärgerlich: Nicht der Inhalt der Babygläschen, sondern der Deckel ist schuld daran, dass Öko-Test diesmal kein "Sehr gut" vergeben hat. Alle getesteten Obstbrei-Gläschen werden mit PVC-haltigen Deckeln verschlossen, die laut Öko-Test die Umwelt zu stark belasten.

Wegen der Inhaltsstoffe schnitt vor allem der Babynahrungs-Hersteller Bebivita schlecht ab. In beiden im Test enthaltenen Produkten der beliebten Marke steckte laut Öko-Test mit rund 42 % Fruchtanteil zu wenig echtes Obst. Andere Bestandteile der Gläschen sind Reis Grieß, Saftkonzentrate und Wasser. Die Sorte "Pfirsich mit Maracuja in Birne" des Herstellers erhielt deswegen mit "Mangelhaft" die schlechteste Bewertung.

Öko-Test untersucht Babybrei: mehrere Mängel bei Babynahrung

Doch nicht nur die umweltschädlichen Dichtungen und der Mangel an frischem Obst führte dazu, dass über die Hälfte der getesteten Obstbrei-Gläschen nur mittelmäßige bis schlechte Testergebnisse erzielen konnten. Öko-Test bemängelt auch die Werbeversprechen der Babynahrung. So ist die Aufschrift "Ohne Konservierungsstoffe und/ oder Farbstoffe" laut Öko-Test irreführend. Der Hersteller präsentiert den Verzicht auf diese Stoffe als Vorteil, obwohl sie in Babybrei ohnehin verboten sind.

Die Experten von Öko-Test haben an keinen Obstbrei die Note "Sehr gut" vergeben.

Auch das Werbeversprechen "Ohne Zucker" lässt einen Obstbrei schnell gesund erscheinen. Trotz dieser Aufschrift enthielten viele Gläschen große Mengen an Fruchtzucker. Und zwar zu viel für Babys, meinen die Experten von Öko-Test, die vor kurzem auch Grillkohle unter die Lupe genommen haben*.

Öko-Test rät davon ab, fertigen Babybrei als Hauptmahlzeit zu füttern

Generell raten die Experten von Öko-Test wegen des hohen Zuckergehalts davon ab, fertigen Obstbrei im ersten Lebensjahr der Babys als Hauptmahlzeit zu füttern. Stattdessen sollen besser nur kleine Mengen in einen Milch-Getreide-Brei untergerührt werden.

Video: So einfach können Werbungen bei Babynahrung tricksen

Keiner der getesteten Obstbreie sei dafür geeignet, regelmäßig pur gefüttert zu werden. Für eine bessere Versorgung mit lebenswichtigen Nährstoffen wie etwa Eisen oder B-Vitaminen sei Gemüse-Fleisch-Brei besser geeignet. 

lez

*RUHR24.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks. 

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