Bei Online-Bezahldienst drohen Kosten

PayPal kündigt Strafgebühren für eine ganz bestimmte Nutzergruppe an - Nur ausgewählte Länder betroffen

Ein Paypal-Nutzer hat die App des Bezahldienstes auf seinem Smartphone geöffnet.
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PayPal plant eine große Veränderung: Die Wallet-Funktion könnte künftig für einige Benutzer kostenpflichtig sein. (Symbolbild)

PayPal ist der beliebteste Bezahldienst der Deutschen - und bis dato kostenlos. In einigen Länder soll sich dies aber ändern.

  • Statistiken zeigen: PayPal ist der beliebteste Online-Bezahldienst der Deutschen.
  • Weltweit können PayPal-Kunden Geld senden und empfangen - und das völlig kostenlos.
  • Doch ab Dezember 2020 plant PayPal eine große Neuerung: Viele Kunden müssen dann Strafgebühren zahlen.

San José/London - Nach eigenen Angaben des Weltkonzerns, nutzt statistisch gesehen jeder vierte Deutsche inzwischen PayPal - oder besitzt zumindest ein Konto des Online-Zahlungsdienstes. Obwohl immer wieder Sicherheitslücken bekannt werden, ist PayPal beliebt, ermöglicht es doch weltweit online Geld zu empfangen und Zahlungen zu leisten. PayPal bietet seinen Benutzern außerdem einen Käufer- sowie Verkäuferschutz, was vor allem auch bei Fans von Ebay, Kleiderkreisel & Co. gut ankommt.

Video: Verbraucherzentrale warnt vor PayPal und Co.

PayPal führt Strafgebühr ein - Deutschsprachiger Raum nicht betroffen

Zudem ist PayPal - und das ist wohl ausschlaggebend für seinen internationalen Erfolg - nach wie vor kostenlos. Geht es nach dem Unternehmen, soll sich das aber schon sehr bald ändern. Obwohl das Unternehmen floriert und - eigenen Angaben nach - über 346 Millionen Menschen den Online-Bezahldienst nutzen, sind ihm einige seiner Kunden offenbar dennoch ein Dorn im Auge. Zu viele der registrierten Benutzer sind nämlich nicht regelmäßig aktiv, wenn es um das bargeldlose Bezahlen via PayPal geht. Eine Strafgebühr soll dies ändern - und so scheinbar zum Verwenden des Online-Bezahldienstes anregen.

Wie die britische Zeitung Evening Standard meldet, soll die Strafgebühr bei PayPal ab dem 16. Dezember 2020 in Großbritannien in Kraft treten und sowohl für Käufer als auch Verkäufer gelten. PayPal-Benutzer in Deutschland, Österreich und der Schweiz sind jedoch nicht von der Strafgebühr betroffen.

In anderen europäischen Märkten gilt bezüglich der Inaktivitätsgebühr laut PayPal Folgendes: „Die Inaktivitätsgebühr betrifft ausschließlich PayPal-Kunden, die mindestens 12 aufeinander folgende Monate inaktiv waren. Inaktiv bedeutet, dass der Kunde sich in dieser Zeit weder in sein PayPal-Konto eingeloggt hat, noch Geld über PayPal gesendet oder empfangen hat.“ Außerdem betreffe die Inaktivitätsgebühr nur Konten mit einem Guthaben. „Die Gebühr wird bei einem inaktiven Konto einmal jährlich erhoben und beträgt maximal 12 Euro bzw. wird maximal bis zu der Höhe erhoben, die der Kunde Geld auf seinem PayPal-Konto hat. Wenn ein Kunde z.B. ein Guthaben von 5 Euro auf seinem PayPal-Konto hat, werden auch nur 5 Euro Gebühr erhoben.“

PayPal warnt vor Nutzer vor

Bevor PayPal die Gebühr erhebt, sendet das Unternehmen einem Kunden mit inaktivem PayPal-Konto drei Nachrichten per E-Mail. Ab einem Jahr Inaktivität werden PayPal-Nutzer unter anderem in Großbritannien künftig also zur Kasse gebeten. Zudem gilt als „Aktivität“ auch schon, einmal pro Jahr Geld zu senden, empfangen oder abzubuchen - oder sich auch einfach nur einzuloggen. (cos) *Merkur.de ist Teil des Ippen-Digital-Netzwerks.

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