Herkulesstaude

Riesenbärenklau: Schwere Verbrennungen drohen- Giftig für Mensch und Tier

Nicht alle Pflanzen, die die Natur bietet, sind ungefährlich. Der Riesenbärenklau kann bei Mensch und Tier schwere Verbrennungen hervorrufen. So schützen Sie sich.

Hamm - Um sich an der unscheinbaren giftigen Pflanze zu verbrennen, brauchen Spaziergänger den Riesenbärenklau nicht einmal anzufassen. Das Vorbeigehen reicht völlig aus. Auch in Deutschland ist die giftige Pflanze verbreitet. In NRW beispielsweise ist der Riesenbärenklau vor allem im Märkischen Kreis eine Gefahr.

PflanzeRiesenbärenklau (Heracleum mantegazzianum)
FamilieDoldenblütler
Weitere BezeichnungenBärenkralle, Herkulesstaude, Herkuleskraut

Achtung vor Riesenbärenklau: Giftig für Mensch und Tier - Symptome

Ursprünglich stammt der Riesenbärenklau aus dem Kaukasus und wurde 1990 als Gartenpflanze in Europa eingeführt. Durch zahlreiche Samenbildungen verbreitete sich die für Menschen giftige Pflanze unkontrolliert in der Natur. Bis heute.

Die Blütezeit bei der sogenannten Herkulesstaude hat bereits begonnen. Umso vorsichtiger sollte man in der Nähe dieser Pflanze sein. Denn um schwere Verbrennungen zu bekommen, muss die Pflanze nicht einmal berührt werden. Ein Gang vorbei an der Pflanze genügt völlig. Das bekam beispielsweise auch eine Frau zu spüren, die ihre Erfahrungen bei RTL schilderte. Die 28-Jährige erlitt so starke Verbrennungen durch den Riesenbärenklau, dass sie sogar ins Krankenhaus musste.

Achtung vor giftigem Riesenbärenklau: Schwere Verbrennungen und Atemnot möglich

Der Saft des Riesenbärenklaus enthält phototoxische Substanzen, erklärt mein-schöner-garten.de. Das heißt, bei Sonnenlicht bildet die Pflanze einen giftigen Saft. Bei Kontakt mit dem Riesenbärenklau können deshalb neben den schweren Verbrennungen auch Rötungen der Haut, Juckreiz, Entzündungen, Blasenbildung, Fieber, Atemnot und Kreislaufprobleme auftreten.

Auf den ersten Blick wirkt der Kontakt mit der giftigen Pflanze oft wie ein starker Sonnenbrand oder hitzebedingte Verbrennungen, erläutert mein-schöner-garten.de. Auch Tiere sind vor dem giftigen Saft nicht geschützt, also sollten sie von der Pflanze ebenfalls ferngehalten werden.

Achtung vor Riesenbärenklau: Den Kontakt mit der Herkulesstaude vermeiden

Um den Kontakt mit der giftigen Pflanze zu verhindern, ist es wichtig zu wissen, wie Riesenbärenklau überhaupt aussieht. Die Pflanze ist eine der größten Stauden. Mit drei bis fünf Metern kann der Riesenbärenklau zu einer erstaunlichen Größe heranwachsen. Der Stängel ist hohl, im unteren Bereich purpurfarben gefleckt und kann bis zu zehn Zentimeter dick werden.

Unscheinbar, aber ziemlich giftig: Der Riesenbärenklau kann bei Mensch und Tier zu schweren Verbrennungen führen.

Der Riesenbärenklau wächst am häufigsten in nährstoffreichen und feuchten Gebieten, berichtet RTL. So wächst sie besonders gut an Flüssen, an Wegesrändern oder auch in Gärten. So warnten in der Vergangenheit bereits Städte wie die in Kierspe (NRW) vor der Ausbreitung entlang der Volme. Neben ihrer Größe lässt sie sich durch ihre weißen bis rosa Blüten identifizieren. Die Blüten können einen Durchmesser von bis zu 50 Zentimetern erreichen.

Achtung vor Riesenbärenklau: So entfernen Sie die Pflanze und schützen sich richtig

Ist es für all diese Hinweise zu spät und der Kontakt mit der giftigen Pflanze ist schon längst geschehen, dann sollten Betroffene folgendes beachten: Die Haut sollte sofort Sonnenlicht geschützt werden. Betroffene Stellen sollten laut RTL zudem mit Wasser abgewaschen werden. Treten Hautreaktionen auf, sollte ein Arzt aufgesucht werden.

Doch was tun, wenn die Herkulesstaude im eigenen Garten wächst? Zu empfehlen ist, die Pflanze noch im ersten Jahr und spätestens im zweiten Jahr Ende Juni - der Blütezeit - zu entfernen. Bis dahin sollten sich die Blütenknospen des Riesenbärenklau nicht geöffnet haben. Idealerweise sollte die Pflanze bei der Entfernung keiner Sonnenstrahlung ausgesetzt sein. Dabei sollte unbedingt wasserundurchlässige Kleidung, Gummistiefel, Handschuhe und einen Gesichtsschutz getragen werden. Beim Entfernen der Pflanze sollte auch die Wurzel mitentfernt werden, damit sie nicht wieder neu heranwächst.

Rubriklistenbild: © Carsten Rehder/dpa

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