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Corona-Regel: Darum wehrt sich Tedi gegen die 2G-Regel

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Von: Helena Gries

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Zutritt für alle trotz Corona: Der Nonfood-Discounter Tedi soll die aktuell geltenden 2G-Maßnahmen für den Einzelhandel missachten.
Zutritt für alle trotz Corona: Der Nonfood-Discounter Tedi soll die aktuell geltenden 2G-Maßnahmen für den Einzelhandel missachten. © Ina Fassbender/dpa

Der Nonfood-Discounter Tedi soll die aktuellen Corona-Regeln für den Einzelhandel missachten. Die Polizei schreitet ein. Das Unternehmen nennt einen klaren Grund.

Kassel – Das 2G-Konzept im Einzelhandel in Deutschland* gilt bereits seit dem 6. Dezember. Nur noch von Corona genesene oder gegen Corona* geimpfte Menschen haben demzufolge Zutritt zu bestimmten Geschäften und weiteren Einrichtungen. Doch nicht alle Geschäfte halten sich an die vorgeschriebenen Maßnahmen im Kampf gegen die Pandemie.

Der Nonfood-Discounter Tedi wehrt sich gegen die Corona-Zulassungsbeschränkungen in seinen Filialen. Mancherorts war bereits die Polizei im Einsatz, da die 2G-Regel dort nicht umgesetzt wurde. In der Region Offenbach beispielsweise ist es bereits in zwei Filialen des Discounters Tedi zu Razzien der Polizei* gekommen. Hier war laut Angaben der Polizei weder die Kundschaft kontrolliert worden, noch gab es Hinweise auf die 2G-Nachweispflicht. Gilt die 2G-Regel für Tedi nicht? Der Discounter hat sich dazu geäußert.

Corona: Discounter Tedi wehrt sich gegen 2G-Regel im Einzelhandel

„Uns ist es wichtig, einen Beitrag zur Bekämpfung der Corona-Pandemie zu leisten und entsprechende Maßnahmen in unseren Filialen dazu umzusetzen“, teilt der Discounter auf Anfrage mit. Er erwähnt ein gut funktionierendes Hygienekonzept in allen Tedi-Märkten in Deutschland. „Bis zum heutigen Tage sind keinerlei Coronainfizierungen aufgrund eines Besuches in unseren Filialen bekannt“, heißt es vonseiten des Discounters weiter.

Doch von der Einhaltung der 2G-Regel für den nicht-versorgungsrelevanten Einzelhandel sieht sich Tedi ausgenommen. Der Grund: Der Nonfood-Discounter ist davon überzeugt, mit seinem Sortiment in weiten Teilen Deutschlands Teil der Grundversorgung zu sein.

Trotz Corona kein 2G bei Tedi: Discounter zählt sein Sortiment zum täglichen Bedarf

Sofern Produkte des täglichen Bedarfs mehrheitlich im Sortiment überwiegen, sei es auch den sogenannten Mischbetrieben in der Regel erlaubt, ihre Filialen ohne 2G-Auflage zu öffnen, argumentiert der Discounter. „Wir haben unsere Sortimente umfänglich geprüft und können anhand von Sortimentslisten nachweisen, dass wir in fast allen Fällen diese sogenannten Artikel der Grundsicherung mehrheitlich führen und die 2G-Regelung in unseren Filialen daher keine Anwendung finden muss“, teilt das Unternehmen auf Nachfrage mit.

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Dieser Status soll nach Angaben von Tedi von mehreren Behörden geprüft und daraufhin eine Öffnung der Filialen für alle Kundinnen und Kunden gestattet worden sein. Da die Auflagen jedoch örtlich verschieden sind, ist mancherorts die Öffnung einzelner Tedi-Filialen für alle Kundinnen und Kunden untersagt. Darauf reagiert das Unternehmen: „Selbstverständlich kommen wir dieser Anweisung nach, behalten uns jedoch rechtliche Schritte vor.“

Ein Urteil zu 2G im Einzelhandel könnte derweil eine Klagewelle auslösen. In Niedersachsen dürfen Ungeimpfte nun trotz Corona* wieder shoppen gehen. Auch Media Markt umgeht die 2G-Regelung* und heißt Ungeimpfte im Elektronik-Markt willkommen. (Helena Gries) *hna.de, op-online und 24hamburg.de sind Angebote von IPPEN.MEDIA.

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