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Corona-Lockdown in China: Adidas senkt Prognose

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Adidas senkt seine Prognose aufgrund der Corona-Lockdowns in China. © Federico Pestellini/Imago Images

Die harten Corona-Lockdowns in China haben auch Auswirkungen auf deutsche Unternehmen. Jetzt muss auch Adidas seine Prognose senken.

Herzogenaurach - Wegen der Corona-Lockdowns in China hat der Sportartikelhersteller Adidas seine Prognose gesenkt. Der Gewinn aus fortgeführten Geschäften solle nun nur noch im unteren Bereich der anvisierten Spanne von 1,8 bis 1,9 Milliarden Euro liegen, teilte das im Dax notierte Unternehmen am Freitag in Herzogenaurach mit. Die operative Marge werde etwa auf dem Vorjahresniveau von 9,4 Prozent erwartet.

Zuvor hatte Adidas 10,5 bis 11 Prozent in Aussicht gestellt. Beim Umsatz bleibt der Vorstand aber bei der Erwartung eines währungsbereinigten Wachstums von 11 bis 13 Prozent.

Adidas: Werbung senkt das Betriebsergebnis deutlich

Im Auftaktquartal hatte das Unternehmen etwas mehr erlöst als von Analysten erwartet. So stieg der Umsatz der Monate Januar bis März leicht auf 5,3 Milliarden Euro. Währungsbereinigt sank der Erlös aber um drei Prozent. Adidas profitierte von Zuwächsen in Nord- und Lateinamerika sowie in Europa. Weil der Vorstand aber deutlich mehr Geld in Werbung stecken musste, sank das Betriebsergebnis um 38 Prozent auf 437 Millionen Euro. Der Gewinn aus fortgeführten Geschäften ging um fast 40 Prozent auf 310 Millionen Euro zurück.

China Lockdowns belasten europäische Unternehmen

Die strengen Corona-Lockdowns in China belasten die Geschäfte europäischer Firmen in der Volksrepublik schwer. In einer Umfrage der Europäischen Handelskammer in Peking gaben 75 Prozent der befragten Unternehmen an, dass sich die strengen Eindämmungsmaßnahmen negativ auf ihren Betrieb auswirken. Fast 60 Prozent der Firmen erklärten zudem, dass sie ihre Umsatzprognose in China für das laufende Jahr reduziert haben.

Die Unternehmen beklagten vor allem Probleme im Bereich der Logistik, Lagerhaltung und Lieferketten. Außerdem sei es schwierig, Geschäftsreisen zu planen oder überhaupt noch persönliche Treffen durchzuführen. Auch auf Rohstoffe oder Komponenten könne man nicht immer leicht zugreifen. Zudem erweise sich die Auslieferung fertiger Produkte innerhalb Chinas als schwierig. (dpa)

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