Quartalszahlen

Google enttäuscht trotz Gewinn die Börse

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Google macht auch im ersten Quartal 2014 deutlich Plus.

Mountain View - Google ist eine Geldmaschine dank der boomenden Online-Werbung. Die Welt könnte perfekt sein, wenn der Konzern nicht ein Problem hätte.

Google bekommt den Wandel seines Geschäfts durch den Vormarsch von Smartphones und Tablets zu spüren. Der Internet-Riese erlöst pro Klick auf eine Werbeanzeige im Schnitt immer weniger. Bisher wird das durch die steigende Nutzung mehr als ausgeglichen. Doch Google verdiente im ersten Quartal weniger als Analysten erwartet hatten. Die Aktie fiel am Mittwoch nach Börsenschluss zunächst um 5 Prozent und pendelte sich dann aber bei einem Minus von 3 Prozent ein.

„Wir haben ein weiteres großartiges Quartal erlebt“, verkündete Google-Chef Larry Page am Sitz im kalifornischen Mountain View. Die Zahlen gaben ihm auf den ersten Blick Recht: Der Umsatz stieg im Jahresvergleich um 19 Prozent auf 15,4 Milliarden Dollar (11,1 Mrd Euro). Der Gewinn legte um 3 Prozent auf annähernd 3,5 Milliarden Dollar zu.

Der nähere Blick auf den Geschäftsverlauf offenbarte aber Schwachpunkte: Der Preis, den Google pro Klick auf eine Anzeige erzielen konnte, lag um 9 Prozent unter dem des Vorjahreszeitraums. Hintergrund ist die Verbreitung von Smartphones. Werbetreibende zahlen auf den Geräten mit ihren kleineren Bildschirme weniger Geld für einen Klick als auf einem PC.

Online-Werbung an sich boomt aber. Google konnte 26 Prozent mehr bezahlte Klicks verbuchen. Ausgangspunkt sind zum einen Textanzeigen bei Suchmaschinen-Ergebnissen und zum anderen grafische Anzeigen, die sogenannten Banner. Große Konkurrenten auf dem Markt sind Facebook und Yahoo. Letzterer hatte am Vortag einen stagnierenden Umsatz vermeldet, Facebook legt seine Geschäftszahlen in der kommenden Woche vor.

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Google verdient sein Geld immer noch vor allem mit Klicks auf Anzeigen im Umfeld der Internet-Suche. Der Internet-Riese baute neben der Suchmaschine aber bereits weitere Bereiche auf wie das Smartphone-Betriebssystem Android, die Datenbrille Google Glass oder die Online-Bürosoftware Google Apps. Der Konzern ist auch einer der Vorreiter bei selbstfahrenden Autos. Erst in dieser Woche übernahm Google zudem einen Hersteller von Drohnen; der Konzern will mit Hilfe der Fluggeräte Internet in entlegene Gebiete bringen.

„Ich bin begeistert darüber, welche Fortschritte unsere neuen Geschäftszweige machen“, sagte Page. Google lässt sich seine Unternehmungen einiges kosten und stellt laufend neue Leute ein. Die Übernahme des Herstellers vernetzter Thermostate Nest für 3,2 Milliarden Dollar habe die Kosten im Quartal in die Höhe getreiben, sagte Finanzchef Patrick Pichette.

Die Zahl der Mitarbeiter stieg binnen eines Jahres um 2300 auf rund 46 200. Dabei sind die 3700 Beschäftigten bei der Handytochter Motorola nicht eingerechnet. Google ist gerade dabei, das verlustbringende Handygeschäft an den chinesischen Computerhersteller Lenovo weiterzuverkaufen. Zum Abschied schwächte Motorola die Bilanz noch einmal mit einem Minus von knapp 200 Millionen Dollar.

dpa

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