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Die 25 jüngsten Milliardäre der Welt - Auf Platz 1 hat es ein Deutscher geschafft

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Von: Lena Bammert

New York: John Collison spricht beim „TechCrunch Disrupt“
John Collison spricht beim „TechCrunch Disrupt“ in New York. © Brian Ach / GETTY IMAGES NORTH AMERICA / Getty Images via AFP

Sie sind jung und brauchen zweifellos kein weiteres Geld mehr. Wir zeigen Ihnen die jüngsten Milliardäre der Welt.

Platz 25: Timur Turlov, Russland

Timur Turlov, CEO der Freedom Holding Corporation, besucht die Nasdaq-Börse in New York
Timur Turlov, CEO der Freedom Holding Corporation, besucht die Nasdaq-Börse in New York. © Alexander Ryumin/Imago Images

Timur Turlov hat Grund sich zu freuen. Er ist der Gründer und CEO des erfolgreichen Unternehmens Freedom Holding, das über mehre Tochtergesellschaften in Osteuropa, Zentralasien und den USA verfügt. Dort bietet die Firma ihren Kunden und Kundinnen verschiedene Finanzdienstleistungen an.

Freedom Holding: Handel an der Nasdaq in New York

Timur Turlov, CEO Freedom Holding Corporation auf einer Pressekonferenz zum Nasdaq-Börseneinstieg seiner Firma
Timur Turlov, CEO Freedom Holding Corporation auf einer Pressekonferenz zum Nasdaq-Börseneinstieg seiner Firma. © Alexander Ryumin/Imago Images

Das scheint sich zu lohnen. Forbes schätzt Turlovs Vermögenswert dank dem Erfolg seiner Firma auf 2.1 Milliarden Dollar. Laut eigenen Angaben gründete Turlov die Freedom Holding im Jahr 2008, noch vor seinem Hochschulabschluss. Er selbst ist Jahrgang 1987.

Platz 24: Wen Yilong, China

Mann raucht eine E-Zigarette (Symbolbild)
Mann raucht eine E-Zigarette (Symbolbild). © Mundl Richard/Imago Images

Wen Yilong ist der Mitgründer von RLX Technology. Zuvor arbeitete er für Didi Chuxing - ein Unternehmen aus China, das Fahrdienstleistungen vermittelt. Für die chinesische Sparte von Uber war Yilong ebenfalls tätig. Der 1990 geborene Yilong studierte sowohl in Shanghai als auch in Michigan.

RLX Technology: E-Zigaretten aus China

Verschiedene Modelle von E-Zigaretten auf einem Tisch
Verschiedene Modelle von E-Zigaretten auf einem Tisch. © Steven Senne/dpa

RLX Technology existiert seit dem Jahr 2018 und bietet Modelle für E-Zigaretten an. Derzeit leitet Yilong, über den öffentlich nicht viel bekannt ist, die Sparte Research & Development der Dachorganisation RELX Inc. - seinen Vermögenswert gibt Forbes mit 1.5 Milliarden Dollar an.

Platz 23: Said Guzerijew, Russland

Sicherheitsleute stehen vor dem Hauptsitz des Öl-Unternehmens Russneft in Moskau
Sicherheitsleute stehen vor dem Hauptsitz des Öl-Unternehmens Russneft in Moskau. © MAXIM MARMUR/afp

Said Guzerijew, Jahrgang 1989, tritt des Öfteren in die Fußstapfen seines Vaters, des russischen Oligarchen Michail Guzerijew. So arbeitete er in den Londoner Büros des Rohstoffunternehmens Glencore - einem Gesellschafter der Öl-Firma Russneft, die sein Vater gründete. Said Guzerijew lebte 17 Jahre in London, bei seiner Rückkehr nach Moskau wurde er CEO der Ölraffinerie Forteinvest, die der Unternehmensgruppe seines Vaters, der Safmar Group angehört.

Michail Guzerijew: Russischer Oligarch und spendabler Papa

Michail Guzerijew vor einem Meeting mit Russlands Präsident Wladimir Putin.
Michail Guzerijew vor einem Meeting mit Russlands Präsident Wladimir Putin. © Vyacheslav Prokofyev/Imago Images

Laut Forbes beträgt der Vermögenswert von Said Guzerijew 1.7 Milliarden Dollar. Daran ist auch sein Vater beteiligt. Michail Guzerijew überschrieb seinem Sohn nicht nur Anteile seiner Öl-, Kohle-, Einzelhandel- und Finanzgeschäfte, sondern richtete ihm auch ein Hochzeitsfest mit internationalen Popstars aus, wie Focus.de berichtete. So engagierte der russische Oligarch im Jahr 2016 sowohl Jennifer Lopez, als auch Enrique Iglesias und Sting für die Gala im Moskauer Restaurant „Safisa“, so Focus.de mit Berufung auf die russische Staatsagentur Ria Nowosti. Laut Businessinsider.de soll die Hochzeit ganze 880 Millionen Euro gekostet haben.

Platz 22: Fred Ehrsam, USA

Die Kryptowährungs-Handelspattform Coinbase ist mittlerweile der größte Anbieter.
Die Kryptowährungs-Handelspattform Coinbase ist mittlerweile der größte Anbieter. © Political Moments/Imago

Fred Ernest Ehrsam II. wurde 1988 in Boston geboren. Nach seinem Studium der Computerwissenschaften gründete er zusammen mit Brian Armstrong die Kryptowährungs-Handelspattform Coinbase. Zahlungsmittel wie Bitcoins, XRP oder Litecoin können dort in offizielle Währungen umgetauscht werden. Coinbase ist mittlerweile der weltweit größte Anbieter.

Coinbase und Paradigm: Geld per Kryptowährung

Das Coinbase Logo auf dem Times Square in New York City
Das Coinbase Logo auf dem Times Square in New York City. © John Angelillo/Imago Images

Den ersten Kontakt zu Kryptowährungen, die ihn später reich machen sollten, bekam Ehrsam nebenbei. Er war passionierter Spieler des Online-Rollenspiels „World of Warcraft“. Mit Paradigm schuf er sich später ein zweites Standbein neben Coinbase. Insgesamt hat Fred Ehrsam so 1,9 Milliarden Dollar auf sein Konto geschafft.

Platz 21: Patrick Collison, Irland

Patrick Collison spricht auf der Bühne bei der „WIRED 25“: Es werden San Franciscos innovativste Arbeitsplätze vorgestellt
Patrick Collison spricht auf der Bühne bei der „WIRED 25“: Es werden San Franciscos innovativste Arbeitsplätze vorgestellt. © Phillip Faraone / GETTY IMAGES NORTH AMERICA / Getty Images via AFP

Auch Patrick Collison wurde mehr oder weniger dank Finanztransaktionen anderer reich. 2010 gründete er gemeinsam mit seinem jüngeren Bruder das Unternehmen Stripe. Patrick Collison hat es zwischenzeitlich 3,2 Milliarden Dollar eingebracht. Er wurde 1988 geboren. Seine Firma bietet Software für Bezahlmethoden und Applikationen für Websites an.

Elon Musk investierte in Stripe: Irische Brüder vervielfachten Millionen-Budget

Spanien, Barcelona - Patrick Collison: Mitgründer und CEO von Stripe spricht beim jährlichen „Mobile World Congress“
Patrick Collison: Mitgründer und CEO von Stripe spricht beim jährlichen „Mobile World Congress“. © Imago/ZUMA Wire

Das irische Brüderpaar durfte sich über prominente Unterstützung freuen. Unter anderem Elon Musk* und Peter Thiel investieren kräftig in Stripe. Aus dem Budget von 2 Millionen Dollar machten Patrick und John Collison das Beste. Heute sitzt die Firma gleichermaßen in San Francisco und Dublin.

Platz 20: Bobby Murphy, USA

Bobby Murphy spricht beim Forum „Reinventing the Camera“ in New York
Bobby Murphy spricht beim Forum „Reinventing the Camera“ in New York. © Brad Barket / GETTY IMAGES NORTH AMERICA / Getty Images via AFP

Seine Erfindung kennt - zumindest unter jungen Menschen - fast jeder. Ihn selbst nicht unbedingt. Bobby Murphy erfand die Foto-Verschick-App Snapchat. Sein Vermögen schoss zwischen 2020 und 2021 von 1,9 auf 11,9 Milliarden Dollar.

Snapchat-Gründer Bobby Murphy ist der reichste Mensch unter 31 Jahren

Snapchat-Gründer Bobby Murphy spricht auf der Bühne des „Virtual Snap Summit“ 2020
Snapchat-Gründer Bobby Murphy spricht auf der Bühne des „Virtual Snap Summit“ 2020. © GETTY IMAGES / GETTY IMAGES NORTH AMERICA / Getty Images via AFP

Unter den jüngsten Milliardären kommt damit nur einer ansatzweise an den 1988 geborenen US-Amerikaner heran. Im Vergleich mit den erfahrenen Geschäftsleuten muss sich Murphy aber dennoch recht weit hinten anstellen. Dass 184 Menschen reicher sind als er, wird Murphy aber verkraften können.

Platz 19: Whitney Wolfe Herd, USA

Whitney Wolfe Herd: Gründerin und CEO von Bumble: Fortune Most Powerful Women Summit 2018 - Day 3
Whitney Wolfe Herd: Gründerin und CEO von Bumble. © Jerod Harris / GETTY IMAGES NORTH AMERICA / Getty Images via AFP

Whitney Wolfe Herd hat unzählige Menschen glücklich und sich selbst damit reich gemacht. Sie war Mitgründerin der Dating-App Tinder. 2014 verließ sie die Firma aber mit einem Paukenschlag und mehreren Millionen Dollar Entschädigung. Die 1989 geborene US-Amerikanerin hatte mehrere Tinder-Mitarbeiter wegen sexueller Belästigung verklagt.

Tinder-Kündigung wegen sexueller Belästigung: Whitney Wolfe Herd gründet Dating-App - optimiert für Frauen

Whitney Wolfe Herd auf dem roten Teppich der „Time 100“-Gala
Whitney Wolfe Herd auf dem roten Teppich der „Time 100“-Gala. © John Angelillo/UPI Photo/Imago

Auch mit der Plattform war Whitney Wolfe Herd unzufrieden und rief ihre eigene Version ins Leben. Hier werden digitale Übergriffe von Männern rigoros unterbunden. Die App Bumble erinnert aber im Layout stark an Tinder. Das Dating-Portal Badoo gehört ebenfalls zum Portfolio. Dank der Apps ist Wolfe Herd heute rund 1,3 Milliarden Dollar schwer. Spekulationen um einen Algorithmus, der eher der Geschäftsfrau bei der Gewinnmaximierung, als den Singles bei der Partnersuche hilft, gibt es bei beiden Portalen.

Platz 18: Anna Kasprzak, Dänemark

Anna Kasprzak: Die junge Dänin ist dank ihrer Familie und dem Schuh-Unternehmen Ecco Milliardärin
Anna Kasprzak: Die junge Dänin ist dank ihrer Familie und dem Schuh-Unternehmen Ecco Milliardärin. © Martin Sylvest/Imago

Die junge Dänin gehört zum Familienunternehmen ECCO. Es ist einer der weltweit größten Schuh-Produzenten. ECCO produziert alle erdenklichen Schuharten, Weltmarktführer ist die Firma bei Sportschuhen. 1,46 Milliarden Dollar hat das Modeimperium Anna Kasprzak bereits eingebracht.

Reich dank Schuh-Riese ECCO: Anna Kasprzak hat aber auch im Sport Erfolg

Anna Kasprzak auf ihrem Pferd bei den Europameisterschaften 2017 in Göteborg (Schweden)
Anna Kasprzak auf ihrem Pferd bei den Europameisterschaften 2017 in Göteborg (Schweden). © Stefan Lafrentz/Imago

Schuhe sind allerdings nicht die einzige Passion der 1989 geborenen Dänin. Sie ist erfolgreiche Dressurreiterin. Für das Nationalteam trat sie schon zwei Mal bei Olympia an (2012 und 2016). Ihre beste Platzierung erreichte sie bei den Spielen in London und landete mit ihrer Mannschaft auf Rang vier.

Platz 17: Ludwig Theodor Braun, Deutschland

Das Logo des Medizintechnik-Herstellers B. Braun Melsungen am 18.06.2014 in Melsungen (Hessen).
Das Logo des Medizintechnik-Herstellers B. Braun Melsungen am 18.06.2014 in Melsungen (Hessen). © Uwe Zucchi/dpa

Das Unternehmen seiner Familie hat eine lange Geschichte, aktuell über 64.000 Mitarbeiter in 64 Ländern und fuhr 2020 einen Jahresumsatz von 7,426 Milliarden Euro ein. 1,08 Milliarden Euro (1,3 Milliarden Dollar) hat Ludwig Theodor Braun auf dem eigenen Konto.

B. Braun Melsungen: Pharma-Riese mit langer Tradition - und einem heftigen Skandal

B. Braun Melsungen: Infusionslösungen laufen über das Band im Werk des Medizintechnik-Herstellers
B. Braun Melsungen: Infusionslösungen laufen über das Band im Werk des Medizintechnik-Herstellers. © Uwe Zucchi/dpa

Einst war es die beschauliche Rosen-Apotheke. Heute steht Ludwig Theodor Braun (1989 geboren) an der Spitze eines Pharma-Riesen. B. Braun Melsungen gehört zu den Weltmarktführern bei Arznei- und Medizinbedarfsprodukten. Dabei überstand das Unternehmen einen handfesten Skandal. In den 1990er Jahren war bekannt geworden, dass Braun illegal Hirnhäute aus Berliner Krankenhäusern bezieht. Sie wurden darüber hinaus nicht ausreichend geprüft und waren teils HIV-infiziert. Das belastete Material führte mutmaßlich dazu, dass 120 Menschen - größtenteils in Japan - mit der Creutzfeld-Jakob-Krankheit infiziert wurden.

Platz 16: Xu Yi, China

Bilibili: Das in China populäre Streaming-Portal ging an die Börse und sahnte ab. Hier wirbt das Unternehmen auf einem Bildschirm in Hong Kong
Bilibili: Das in China populäre Streaming-Portal ging an die Börse und sahnte ab. Hier wirbt das Unternehmen auf einem Bildschirm in Hong Kong. © VGC/Imago

Xu Yi ist Streaming-Milliardär. Sein Portal „Bilibili“ beschäftigt sich mit Zeichentrickfilmen, Manga-Comics und Spielen. Die innovative Live-Streaming-Funktion macht den Anbieter in China so populär. Und seinen Vorsitzenden etwa 3,4 Milliarden Dollar reich.

Bilibili: Manga-Comics und -Spiele machen Xu Yi zu jungem Milliardär

Streaming-Portal Bilibili wirbt bei der „Entertainment Expo“ in Shanghai mit verkleideten Cosplayern
Streaming-Portal Bilibili wirbt bei der „Entertainment Expo“ in Shanghai mit verkleideten Cosplayern. © VGC/Imago

Bilibili konzentriert sich nicht nur auf reines, konventionelles Streaming. Der Konzern hat das Angebot massiv erweitert. Musik, Tanz, Unterhaltung, Alltag und auch Werbefilme gehören zum Inventar. Xi Yu ist also jung und innovativ - und 1990 geboren.

Platz 15

Platz 15 belegt eine Deutsche, die nicht in der Öffentlichkeit präsent ist.

Platz 14: Nick Molnar, Australien

Nick Molnar auf einer Messe im Jahr 2005
Nick Molnar: Mit nur 24 Jahren war er Mitgründer des heute extrem erfolgreichen Finanzdienstleisters Afterpay. © Screenshot Instagram/ Nick Molnar

Gemeinsam mit Anthony Eisen gründete Nick Molnar 2015 im Alter von nur 24 Jahren den Finanzdienstleister Afterpay. 2017 fusionerte er mit Touchcorp zur Afterpay Touch Group. Inzwischen ist die Firma in Australien, Kanada, Großbritannien, den USA sowie Neuseeland tätig.

Bezahl später: Afterpay bietet neue Einkaufswege

Jung-Milliardär Nick Molar fotografiert sich während eines TED-Talks selbst.
Inzwischen hält Nick Molnar TED-Talks, um sein Wissen weiterzugeben. © Screenshot Instagram/ Nick Molnar

In Deutschland ist Afterpay weitestgehend unbekannt. Das liegt vermutlich an der deutschen Abneigung zu Kreditkarten. Denn Molnar hat dieses Bezahlsystem erweitert. Mit Afterpay können Kunden im Geschäft einkaufen und einfach später dafür bezahlen. Mit einem Vermögen von 1,8 Milliarden Dollar wird Molnar wohl selten einen Zahlungsaufschub benötigen.

Platz 13: Pedro de Godoy Bueno, Brasilien

Brasilien, Belo Horizonte: Die Fassade vom Mater Dei Krankenhaus
Brasilien, Belo Horizonte: Die Fassade vom Mater Dei Krankenhaus. © Eugenio Savio/dpa

Diagnosticos da America SA oder kurz DASA ist das größte Unternehmen für klinische Diagnose in Brasilien. Es betreibt auch Lebensmittel-Tests, Werbung, Humankapital-Ermittlung und Forschungseinrichtung. Das und die Arbeit mit Gesundheitsversicherungen hat den 1990 oder 1991 geborenen Pedro de Godoy Bueno zum jüngsten Milliardär seines Landes gemacht.

Gesundheitswesen in Brasilien: Vermögen von DASA-Gründer während Corona mehr als verdoppelt

Brasilien: Mitarbeiterinnen des Gesundheitswesens bereiten Corona-Impfungen vor
Brasilien: Mitarbeiterinnen des Gesundheitswesens bereiten Corona-Impfungen vor. © Marcelo Camargo/dpa

DASA gehört Pedro de Godoy gemeinsam mit seiner ehemaligen Ehefrau Dulce Pgliese de Godoy Bueno. Sein Vermögen schoss während der Corona-Pandemie durch die Decke. Im vergangenen Jahr hat es sich mehr als verdoppelt. Aus 1,1 Milliarden wurden 3 Milliarden Dollar. Der junge Milliardär hält sich weitestgehend aus der Öffentlichkeit zurück.

Platz 12: John Collison, Irland

Paris, Frankreich: Der irische Unternehmer John Collison (Mitgründer von Stripe) besucht das VIVA-Technologie-Event
Der irische Unternehmer John Collison (Mitgründer von Stripe) besucht das VIVA-Technologie-Event in Paris. © Geoffroy van der Hasselt/AFP

Ja, diesen Nachnamen kennen Sie bereits aus der Liste. John Collison ist der jüngere Bruder von Patrick Collison und findet sich dadurch natürlich weiter oben im Ranking. Er ist 1990 geboren und damit zwei Jahre jünger als sein Bruder und Stripe-Mitgründer.

Stripe-Brüder teilen Vermögen offenbar gerecht

New York: John Collison spricht beim „TechCrunch Disrupt“
John Collison spricht beim „TechCrunch Disrupt“ in New York. © Brian Ach / GETTY IMAGES NORTH AMERICA / Getty Images via AFP

Die Firmen-Anteile scheint das irische Brüderpaar brüderlich aufgeteilt zu haben. Patrick verfügt über 3,2 Milliarden Dollar, John ebenso. Das Bezahlsystem hat sich also für beide irische Jungmilliardäre sehr gut bezahlt gemacht.

Platz 11: Evan Spiegel, USA

Evan Spiegel, Mitgründer und CEO von Snap Inc. spricht bei einer Konferenz im Moscow Center in San Francisco
Evan Spiegel, Mitgründer und CEO von Snap Inc. spricht bei einer Konferenz im Moscow Center in San Francisco. © Justin Sullivan / GETTY IMAGES NORTH AMERICA / Getty Images via AFP

Evan Spiegel ist einer der wichtigsten Personen für Bobby Murphy (siehe Platz 20). Internet-Unternehmer Spiegel produziert die Snapchat-App. Gemeinsam mit Murphy gründete er einst das Online-Portal FutureFreshman auf dem sich Studenten für Hochschulen bewerben konnten. Innovative Ideen haben ihm mittlerweile 11,1 Milliarden Dollar beschert. Damit ist er der zweitreichste Milliardär in unserem Ranking.

Snap-Gründer hat eine berühmte Ehefrau

Evan Spiegel and Miranda Kerr arriving at the LACMA Art and Film Gala in Los Angeles, California - Nov 3, 2018 - LACMA
Evan Spiegel und Miranda Kerr bei der LACMA Kunst- und Film-Gala in Los Angeles. © O'Connor/Imago

Spätestens seit 2017 ist Evan Spiegel auch einer der wichtigsten Menschen für „Victoria‘s Secret“-Model Miranda Kerr. Spiegel und seine acht Jahre ältere Ehefrau haben zwei gemeinsame Kinder. Einen weiteren Sohnemann, Flynn Christopher Bloom, brachte Miranda Kerr aus ihrer Beziehung mit Hollywood-Star Orlando Bloom mit in die Ehe.

Platz 10: Jonathan Kwok, Hong Kong

Glitzermetropole Shanghai: Ohne die Familie Kwok wäre die Stadt wohl nicht so schnell gewachsen
Glitzermetropole Shanghai: Ohne die Familie Kwok wäre die Stadt wohl nicht so schnell gewachsen. © Imaginechina-Tuchong/Imago

Wir kommen in die Top-Ten und unterschreiten die magische 30er-Marke. Jonathan Kwok wurde 1993 geboren und hat bereits ein heftiges Auf-und-Ab - und wieder Auf - durchgemacht. 2019 schrumpfte sein Vermögen um ein Fünftel, mittlerweile hat er das fast wieder drin.

Immobilien-Mogul in China: Jonathan Kwok trat Erbe seines berühmten Vaters an

CHENGDU CHINA DECEMBER 16 Walter Kwok Ping sheung former chairman and CEO of Sun Hung Kai
Walter Kwok: Der Immobilienmogul verstarb im Jahr 2018 - hier zeigt er Geschäftspartnern die Stadt Chengdu in der chinesischen Provinz Sechuan. © VGC/Imago

Jonathan Kwok ist der Sohn von Walter Kwok (oben im Bild), einem der ehemals größten Unternehmer Chinas. Er verstarb im Jahr 2018 als 23st-reichster Mann der Welt. Das Unternehmen Kwok Tak-seng bleibt in Familienbesitz. Sohn Jonathan hat bereits zuvor die Leitung des Immobiliengeschäfts, Sun Hung-kai Properties, übernommen. Nach der Dürrephase 2019 ist Jonathan Kwok nun wieder bei einem Vermögen von 2,4 Milliarden US-Dollar.

Platz 9: Sam Bankman-Fried, USA

Sam Bankman-Fried auf einem Foto
Sam Bankman-Fried im Juli 2015. © Screenshot/ Facebook Sam Bankman-Fried

Von Sam Bankman-Fried gibt es nur wenige öffentliche Fotos. Dieses Selfie seines öffentlichen Facebook-Profils zeigt ihn 2015, zwei Jahre bevor er seine Firmen Alameda Research und FTX gründete und damit Milliarden verdiente. Der 1991 geborene Finanzexperte, der auf aktuelleren Bildern einen lockigen Wuschelkopf hat, gilt als Koryphäe auf dem Gebiet der Krypto-Währungen. Bankman-Fried überraschte die Szene allerdings mit einem ungewöhnlichen Ansatz...

BitMex: Krypto-Trading-Portal setzt jeden Tag Milliarden um - Bankman-Fried bekommt seinen Teil

BitMex: Über das Trading-Portal von Sam Bankman-Fried werden Tag für Tag Milliarden-Summen gehandelt (Screenshot)
BitMex: Über das Trading-Portal von Sam Bankman-Fried werden Tag für Tag Milliarden-Summen gehandelt (Screenshot). © bitmex.com

Trader bleiben eigentlich am liebsten unter dem Radar, erklärte Bankman-Fried einmal Bloomberg-News. Sie erhoffen sich durch die Anonymität den besten Schutz vor Hackern oder dem Aufdecken ihrer Strategien. Alameda Research verfolgt einen komplett konträren Weg. Firmen-Leistungen werden auf einem Leaderboard bei BitMex festgehalten. Hier werden täglich Milliardensummen umgesetzt. Das Prinzip hat Erfolg: Es katapultierte spektakuläre 8,7 Milliarden Dollar auf das Konto von Sam Bankman-Fried und zwei seiner Assets in die Top-Ten der erfolgreichsten Handelsanlagen.

Platz 8: Stanley Tang, USA

Stanley Tang hatte eine clevere Idee für eine App - und ist dank DoorDash jetzt Milliardär
Stanley Tang: Hatte eine clevere Idee für eine App - und ist dank DoorDash jetzt Milliardär (Screenshot). © Instagram / Stanley Tang

Stanley Tang hat das Vorbild für Lieferdienste wie Lieferando geschaffen - im turbokapitalistischen Nordamerika mit noch weniger Arbeitsschutz. Über die DoorDash-App können Kunden in fast jedem beliebigen Restaurant ihrer Stadt bestellen. Unabhängige Zulieferer bringen die Mahlzeit dann per Auto, Rad oder zu Fuß. Die sogenannten Dashers werden dann an der Haustür bezahlt. DoorDash kassiert eine Provision.

Wie lukrativ Lieferdienste übrigens in Corona-Zeiten sind, zeigt das Beispiel von Delivery Hero, dessen CEO 2020 zu ungeheuerlichem Reichtum* kam.

DoorDash-Lieferapp geht während Corona durch die Decke: Börsengang ein Mega-Erfolg

DoorDash: Während der Corona-Pandemie nahmen Bestellungen über das Liefer-Portal enorm zu - die Fahrer sind am Rande der Erschöpfung
DoorDash: Während der Corona-Pandemie nahmen Bestellungen über das Liefer-Portal enorm zu - die Fahrer sind am Rande der Erschöpfung. © John Marshall Mantel/Imago

Wirklich viel Geld auf einen Schlag bekam Tang aber erst kürzlich. DoorDash gab im Februar 2020 bekannt, an die Börse gehen zu wollen. Dann kam Corona und brachte der Liefer-App einen irren Boom. Aufgrund der Kontaktbeschränkungen stiegen die Bestellungen* natürlich enorm. Im Dezember folgte der Börsengang und spülte 3,4 Milliarden in die Unternehmenskassen. Zwei Milliarden hat Tang auf seinem eigenen Konto. Im Frühjahr 2021 begannen allerdings viele Fahrer in den USA zu protestieren. Die Arbeitsbedingungen sind während der Pandemie für sie kaum zu ertragen.

Platz 7: Andy Fang, USA

DoorDash: Liefer-Apps haben durch die Corona-Pandemie massive Umsatzsteigerungen verbucht
DoorDash: Liefer-Apps haben durch die Corona-Pandemie massive Umsatzsteigerungen verbucht. © Imago/ZUMA Wire

Andy Fang ist der technische Mastermind hinter dem Erfolg von DoorDash - apropos hinter (der Kamera): Bilder von Fang sind kaum verfügbar. Als leitender Entwickler hat er maßgeblichen Anteil daran, dass die App so hervorragend funktioniert. Er ist nur wenige Monate jünger als sein Mitgründer Stanley Tang.

DoorDash macht Duo reich - wie groß ist ihr Anteil an der Misere der Fahrer:innen?

Fahrer:innen für Lieferdienste wie DoorDash, UberEats und Grubhub protestieren in New York für bessere Arbeitsbedingungen
Fahrer:innen für Lieferdienste wie DoorDash, UberEats und Grubhub protestieren in New York für bessere Arbeitsbedingungen. © John Marshall Mantel/Imago

Auch ihn treffen also die Proteste der Fahrer und Fahrerinnen. Wobei das Unternehmen an einigen der großen Nöte der Dasher nicht mittelbar beteiligt ist. Sie fordern unter anderem mehr Sicherheit im Verkehr, Räume für Aufenthalt und Wartezeit sowie Zugang zu Hygieneprodukten. Fairness schreiben Stang und Fang auf jeden Fall zumindest untereinander offenbar groß. Beide Firmen-Gründer verfügen über gleich viel Eigenkapital.

Platz 6: Gustav Magnar Witzoe, Norwegen

Sie ahnen nicht, womit dieser junge Mann mit dem Modell-Ausdruck sein Geld verdient ... Fisch. Gustav Magnar Witzoe ist der größte Anteilseigner der Fischzucht SalMar ASA. Das Unternehmen ist einer der größten Farm-Lachs-Produzenten weltweit. Der Jung-Unternehmer wurde 1993 geboren und ist einer der jüngsten Milliardäre des Planeten.

Blutjunger Milliardär durch Lachszucht: Umstrittenes Geschäftsmodell

Die norwegische Aquakultur basiert oft auf Netzgehegen im freien Meer oder in Buchten und dient vor allem der Zächtung von Lachsen
Die norwegische Aquakultur basiert oft auf Netzgehegen im freien Meer oder in Buchten und dient vor allem der Züchtung von Lachsen © Chromorange/Imago

Sieht idyllisch aus, ist aber höchst umstritten: Lachszucht in Aquakulturen. Die Fische brauchen Bewegung und viel Futter. Sie werden mit Soja gemästet, leiden unter Parasiten und Pilzbefall. Nicht in jeder Zucht ist die Situation schlimm, Tierzüchter protestieren aber vehement gegen die Haltungsmethoden. Unternehmer wie Gustav Magnar Witzoe (der junge Norweger ist 4,4 Milliarden Dollar schwer) werden damit trotzdem reich.

Platz 5: Austin Russell, USA

Luminar Technologies: An der Spitze des Autotechnik-Unternehmens steht ein Jungmilliardär
Luminar Technologies: An der Spitze des Autotechnik-Unternehmens steht ein Jungmilliardär. © Screenshot Youtube / Luminar

Austin Russell ist Selfmade-Milliardär, angeblich begehrt bei Mercedes-Benz und Elon Musk ein Dorn im Auge. Das alles bereits im Alter von Mitte Zwanzig. Russell hat eine neue Sensoren-Technologie für selbstfahrende Autos* entwickelt, mit der er den Automarkt erobern will. Daimler ist überzeugt - Musk sagt, sie werde scheitern. Derzeit kooperiert Russells Firma „Luminar Technologies“ mit mehreren großen Herstellern.

Konkurrent für Elon Musk und Tesla: Luminar Technologies will Sensoren-Technik revolutionieren

Austin Russell: Sin Unternehmen Luminar Tec. kooperiert unter anderem mit Daimler und Volvo.
Austin Russell: Sein Unternehmen Luminar Tec. kooperiert unter anderem mit Daimler und Volvo. (Screenshot) © Youtube / Yahoo Finance

Austin Russell wird als so etwas wie ein Genie bezeichnet. Der heute 2,4-fache Milliardär lernte angeblich schon im Alter von zwei Jahren das Periodensystem der Elemente, baute in der sechsten Klasse seinen Nintendo DS zu einem funktionierenden Handy um und meldete mit 13 sein erstes Patent an. Dabei handelte es sich um ein Wasserrecyclingsystem, das Wasser von Gartensprinkelanlagen auffängt. Sein heute erklärtes Ziel ist, die Welt mit selbstfahrenden Autos sicherer zu machen. Dabei verdient der 1995 geborene Kalifornier auch noch gutes Geld.

Platz 4: Katharina Andresen, Norwegen

Firmenlogo von Ferd Holding
Die Ferd Holding ist ein norwegischer Hedgefond im Besitz von Johan H. Andresen © Firmenlogo Ferd Holdings (Screenshot)

Wir kehren zurück zu umstritteneren Vermögens-Ursprüngen. Johan F. Andresen vererbte seine Anteile an Ferd Holdings, Norwegens größtem Familienunternehmen, an seine beiden Töchter. Eine davon ist die 1995 geborene Katharina Andresen. Es fußt größtenteils auf der Tabakindustrie. Denn Katharinas Ururgroßvater gründete einst die größte Zigarettenfirma des Landes. Die 447 Millionen Euro, die der Verkauf später einbrachte, ließ die Familie in Immobilien und Hedge Fonds fließen.

Tabak-Erbe ermöglicht Hedge Fonds und Immobilien: Katharina Andresen genießt Luxus-Leben

Katharina G. Andersen
Katharina G. Andersen ist norwegische Erbin der Ferd Holding. © Pressefoto Ferd Holdings

Katharina Andresen genießt die Annehmlichkeiten des betuchten Lebens und zeigt das auch gern. Auf Instagram sieht man sie in luxuriösen Urlauben in London, New York und gerne auch auf sündhaft teuren Yachten. Mit 1,4 Milliarden Dollar auf der hohen Kante kann sie es sich leisten.

Platz 3: Alexandra Andresen, Norwegen

Die Jung-Milliardärin Alexandra Andresen
Alexandra Andresen © Screenshot Instagram/ Alexandra Andresen

Auch ihre kleine Schwester Alexandra Andresen will sich offenbar stärker ins Familienunternehmen „Ferd Holdings“ einbringen. Doch ihren Reichtum behält sie nicht für sich allein. Wie viel der 1,4 Milliarden Dollar sie für wohltätige Zwecke einsetzen will, gab sie zunächst nicht bekannt.

Alexandra Andresen ist eine Tierliebhaberin

Der Dobermann-Welpe Kairo von Alexandra Andresen auf dem Beifahrersitz ihres Wagens.
Dobermann Kairo als Welpe auf dem Beifahrersitz von Alexandras Wagen. © Screenshot Instagram/ king.kairo.the.dobermanns

Privat scheint Alexandra Andresen Tiere über alles zu lieben. Für ihre Dobermanns King und Kairo (im Bild) legte sie eine eigene Instagram-Seite an. Und auch sportlich hat sie mit Vierbeinern zu tun: Sie ist leidenschaftliche Turnier-Reiterin.

Platz 2: Wang Zelong, China

Den zweiten Platz bekleidet Wang Zelong aus China. Auch Zelong ist kein Selfmade-Milliardär. Der Chinese erbte Firmenanteile im Wert von 1,3 Milliarden US-Dollar der Firma CNNC Hua Yuan Titandioxid Co.

Firmenlogo der chinesischen Firma CHTi
CNNC Hua Yuan vermarktet seine Produkte unter dem Namen CHTi. © Firmenlogo CHTi (Screenshot)

Wie der Name schon fast verrät, produziert das Unternehmen Titandioxidpigmente, ein Weißpigment, das in Beschichtungen, Kunststoffen, Tinte und anderen Materialien verwendet werden kann. Die Produkte der Firma werden von CHTi vermarktet. Was die Herstellung dieser Pigmente anbelangt, ist CHTi der zweitgrößte Hersteller in China. Darüber hinaus ist über Wang Zelong wenig bekannt.

Platz 1: Kevin David Lehmann, Deutschland

Eine Schlange vor dem dm in einem Einkaufszentrum in Essen
Eine Schlange vor dem dm in einem Einkaufszentrum in Essen. © Jochen Tack/Imago Images

Geboren im Jahr 2002, reich geworden im Jahr 2016. Denn schon mit 14 Jahren wurden Kevin David Lehmann die Anteile seines Vaters Günther Lehmann an der Drogeriemarke dm überschrieben. Er ist damit zwar der jüngste Milliardär der ganzen Welt, mit einem Vermögenswert von 3,3 Milliarden Dollar schafft er es auf der Forbes Liste der reichsten Milliardäre weltweit trotzdem nur auf Platz 925. Gleichzeitig hat er natürlich noch sein ganzes Leben vor sich, vielleicht klettert er also noch ein paar Plätze weiter nach oben. Bilder existieren von dem jungen Milliardär und seinem Vater nicht, die Lehmanns wollen privat bleiben*. Ganz zur Trauer zahlreicher amerikanischer Medien, die seit dem Erscheinen der Forbes-Liste 2021 versuchen, ein Interview mit dem jungen Milliardär zu ergattern...

Günther Lehmann: Ausgesorgt dank Drogeriekette dm

Blick auf den Kassenbereich in einer Filiale der Drogeriemarktkette dm
Blick auf den Kassenbereich in einer Filiale der Drogeriemarktkette dm. © Uli Deck/dpa

Der ebenfalls sehr diskrete Vater des jüngsten Milliardärs weltweit bewies in den 70er-Jahren einen guten Riecher. Lehmann erwarb 50 Prozent der Anteile an dm - einer Drogeriekette, von der damals gerade einmal die zweite Filiale eröffnet wurde. Für mehr fehlte es dem Gründer Götz Werner an Kapital. Also stieg Lehmann, der damals Leiter der Karlsruher Lebensmittelgesellschaft Pfannkuch war, ein und sorgte damit für sein Leben und das seines Sohnes aus. Noch mehr Milliardäre gefällig? Dann sollten Sie sich diese Liste der reichsten Deutschen nicht engehen lassen.

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